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«Das WEF darf nicht mehr grösser werden»

Für Bundespräsidentin Doris Leuthard hat das Weltwirtschaftsforum in Davos einen kritischen Punkt erreicht. Der neuen US-Regierung blickt sie mit Besorgnis entgegen.

Befürchtet wegen Trump wirtschaftliche Nachteile für die Schweiz: Doris Leuthard am WEF in Davos. (17. Januar 2017)
Befürchtet wegen Trump wirtschaftliche Nachteile für die Schweiz: Doris Leuthard am WEF in Davos. (17. Januar 2017)
Laurent Gillieron, Keystone

Das Weltwirtschaftsforum in Davos GR sei an den Grenzen des Wachstums angekommen, sagt Bundespräsidentin Doris Leuthard. Der Aufwand für die Sicherheit und die Auswirkungen für die Bevölkerung seien enorm. «Das WEF darf nicht mehr grösser werden», äussert sie sich im «Sonntagsblick». Darüber habe sie auch mit WEF-Gründer Klaus Schwab gesprochen.

Von der Wirtschaft fordert die Bundespräsidentin mehr soziales Engagement: «Die Wirtschaft tut zu wenig. Die Unternehmen müssen einen Beitrag leisten, damit es weniger Arbeitslose gibt und die negativen Folgen der Digitalisierung aufgefangen werden können.» Am WEF hätten nicht alle Wirtschaftsführer diese Botschaft hören wollen.

«Trump hat den Code für die Nuklearwaffen»

Auch zu Donald Trump äusserte sich die Bundespräsidentin. Sie befürchtet wirtschaftliche Nachteile für die Schweiz durch die vom neuen US-Präsidenten verfolgte Abschottungspolitik. «Je nachdem, wie die konkreten Massnahmen aussehen werden, wird das sowohl der Weltwirtschaft als auch der Schweiz schaden», sagt Leuthard im «Sonntagsblick».

Sorge bereitet ihr auch der Sicherheitspolitiker Trump: «Trump hat nun auch den Code für die Nuklearwaffen». Wenn sich der US-Präsident ähnlich unberechenbar verhalte wie im Wahlkampf, «dann müssen wir uns Sorgen machen», sagt sie.

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