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Ämter verweigern Zugang zu «öffentlichen» Datenbanken

Zahlen zu Schiesslärm, Emissionen und Dienstreisen: Beamte betreiben Geheimniskrämerei um Daten, die offen sein sollten.

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Martin Stoll@freiedokumente

Eigentlich wäre es so: Die Verwaltung arbeitet, nimmt Daten auf, wertet sie aus, legt sie ab, sammelt Wissen. Und stellt dann dieses Wissen der Öffentlichkeit zur Verfügung.

In der Realität ist es so: 1434 Datensammlungen haben die Bundesstellen bis heute gemeldet. Nur 1434 Datensammlungen. Datenbanken mit Kennzahlen zu Schweizer Pflegeheimen und Spitälern etwa, ein Verzeichnis mit Bundessubventionen oder eine Datenbank mit dem umständlichen Kürzel Swiss PRTR. In diesem vom Bundesamt für Umwelt betriebenen Schadstoffregister lassen sich Emittenten von hochgiftigen und krebserregenden Substanzen finden. Die Chemiefabrik Axalta Polymer Powders in Bulle FR etwa. In der Nähe von Wohnquartieren gab das Unternehmen zwischen 2007 und 2013 gesamthaft 130 Tonnen Trichlorethen in die Luft ab – ein Lösungsmittel, das die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in die höchste Gruppe der krebserregenden Stoffe eingeteilt hat.

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