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Das Kontrollsystem hat einen blinden Fleck

Die Internationale Atomenergiebehörde fordert bei allen sicherheitsrelevanten Unterlagen für Atomkraftwerke ein 4-Augen-Prinzip. In der Schweiz wird dies nur halbherzig umgesetzt.

Was taugt das Konzept der Aufsichtsbehörde? Kühlturm des Atomkraftwerks Leibstadt. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)
Was taugt das Konzept der Aufsichtsbehörde? Kühlturm des Atomkraftwerks Leibstadt. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Vier Augen sehen mehr als zwei. Wenn es um Sicherheit geht, ist es deshalb die Regel, dass ein Sachverhalt von zwei Ins­tanzen überprüft wird. Auch beim Thema AKW-Sicherheit gibt es – auf verschiedenen Ebenen – immer wieder Debatten über das 4-Augen-Prinzip. Als Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) 2011 die schweizerische Atomaufsicht Ensi untersuchten, mahnten sie dieses Prinzip ebenfalls an. Und zwar beim Thema der «sicherheitsrelevanten Informationen». Diese Sicherheitsberichte, Messprotokolle oder Baupläne stammen meist von den AKW-Betreibern oder von Firmen, die von diesen beauftragt wurden. Zwar muss letztlich das Ensi, das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat, diese beurteilen, aber eben meist auf der Basis von Informationen der Betreiber.

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