Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Das ist eine unzulässige Erpressung»

Genossenschaft in Zürich: Die Wohninitiative des Mieterverbands fordert, dass künftig mindestens 10 Prozent der neu gebauten Wohnungen gemeinnützig sind. Bild: Steffen Schmidt / Keystone

Der Bundesrat hat heute Ihre Wohninitiative, die auch von den Genossenschaften, den Gewerkschaften, der SP und Grünen mitlanciert wurde, abgelehnt. Haben Sie das so erwartet?

Liegt die Initiative angesichts des rekordtiefen Zinsniveaus und wachsenden Wohnungsleerbeständen nicht mittlerweile etwas schräg in der Landschaft?

Aber immerhin hat der Druck der Initiative diesen Kredit ermöglicht.

«Der Bundesrat nimmt die Bedürfnisse nach zahlbaren Wohnungen nicht ernst.»

Der Kredit würde ermöglichen, dass jährlich 1500 gemeinnützige Wohnungen gebaut werden könnten. Wie viele Wohnungen fordern Sie?

Damit ist also klar, dass Sie die Initiative nicht zurückziehen werden?

Wie schätzen Sie die Stimmung im Volk ein? Ist das Anliegen der Genossenschaften mehrheitsfähig?

Aber gleichzeitig ist die Initiative «Zahlbares Wohnen für alle» Anfang März im Kanton Luzern gescheitert…

In einzelnen Städten wie Zürich sind Genossenschaften immer wieder ein Politikum – kritisiert wird bei der Wohnungsvergabe, dass Gutverdiener statt der Mittelschicht und wenig begüterten Personen stärker zum Zug kommen.

Der Ausländeranteil ist teilweise unterdurchschnittlich tief: In einer grossen Zürcher Genossenschaft beträgt er beispielsweise rund 12 Prozent, während es in der Stadt 32,4 Prozent sind. Ist das nicht Wasser auf die Mühlen der Gegner?