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«Das ist eine klare Drohung von Trump»

Tamedia-Autor Markus Diem Meier berichtet direkt vom WEF in Davos und fasst das Wichtigste des Tages zusammen.

Der dritte WEF-Tag in der Zusammenfassung von Markus Diem Meier.(Video: Anja Stadelmann)

Erneut dominierte die Anwesenheit von Donald Trump das WEF in Davos. Und angesichts seiner Aussagen rückten Fragen zum Handelsstreit wieder ins Zentrum. Noch vor den US Wahlen wolle er ein Handelsabkommen mit den Europäern, um die seiner Ansicht nach unfaire Behandlung der Europäer gegenüber den USA zu beenden, erklärte er in einer Pressekonferenz, bevor er Davos verliess.

Europa sei in Handelsfragen noch schwieriger als China, sagte der US-Präsident. Wenn es nicht schnell zu einem Deal komme, werde er selber für eine Lösung sorgen, und diese verschaffe den USA noch mehr Vorteile. «Das ist eine klare Drohung an die Europäer», sagt dazu Markus Diem Meier, Chefredaktor und Autor der Tamedia-Redaktion.

Klimawandel keine Priorität

In Ihrer Grussrede am WEF - noch vor Trumps Pressekonferenz - ging auch die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Zusammenhang mit dem Klimawandel auf den Aussenhandel ein. Sie erklärte, die EU würde es nicht tolerieren, wenn andere Länder der Reduktion von CO2-Emissionen kein ausreichendes Gewicht zumessen würden. Denn das würde deren Exporten einen Preisvorteil verschaffen.

Zum Schutz der Unternehmen und der Beschäftigten in Europa würde die EU dann einen ausgleichenden Mechanismus einführen, erklärte die EU-Präsidentin. Da die USA unter Trump dem Klimawandel keine Priorität einräumen, kommen auch diese Äusserungen einer Androhung von Zöllen gleich. Die Voten von Von der Leyen und Trump zeigen, dass im Handelsdisput aus US-Sicht in nächster Zeit weniger China, dafür aber Europa im Zentrum stehen wird.

Ein Thema am WEF war auch der Versuch des Schweizer Bundesrats, mit einem Handelsabkommen mit den USA voranzukommen. «Wenig überraschend kam es hier aber nicht zu einem Durchbruch», erklärte Diem Meier.

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