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CVP-Nationalräte streiten über PID

Die Abstimmung über die Präimplantationsdiagnostik (PID) sorgt für rote Köpfe in der CVP. Ruth Humbel mahnt Präsidiumsmitglieder, sich an die Ja-Parole zu halten.

Die PID-Vorlage, über die am 14. Juni abgestimmt wird, spaltet die Bundesratsparteien CVP, SP und SVP. Für die Christlichdemokraten ist die Debatte über die Präimplantationsdiagnostik jedoch besonders schwierig. Dies zeigt der Schlagabtausch vom Wochenende zwischen PID-Befürworterin Ruth Humbel und dem Gegner Stefan Müller-Altermatt. Während die Aargauer Nationalrätin Humbel am Freitag in der «Arena» für die Vorlage warb, schaltete sich der Solothurner Ratskollege über Twitter in die Debatte ein: Nur ein Nein zur Verfassungsgrundlage am 14. Juni könne verhindern, dass man künftig einer «Logik» folgen müsse, die zwangsläufig zu einer breiten Anwendung der PID führe. Müller-Altermatt spielt auf das Fortpflanzungsmedizingesetz an, das zwar noch nicht zur Abstimmung kommt, aber vom Parlament bereits geändert wurde.

Humbel erinnerte Müller-Altermatt postwendend daran, dass die CVP-Delegierten mit 120 zu 86 die Ja-Parole zur PID gefasst hätten. «Das sollten Präsidiumsmitglieder respektieren.» Müller-Altermatt weist die Kritik jedoch zurück. Er werde sich auch künftig gegen die PID einsetzen. Als Präsidiumsmitglied stehe er vor allem für die Meinungsfreiheit der Parteimitglieder ein. Dies gelte gerade für ethische Fragen, konterte er auf Twitter. Das Lager der Gegner und Befürworter der PID schätzt Müller-Altermatt in der CVP etwa gleich gross ein. Die Trennlinie verlaufe nicht zwischen christlich-konservativem und sozialliberalem Parteiflügel. Müller-Altermatt stimmt in sozialpolitischen Fragen eher mit dem linken Parteiflügel, bezeichnet sich aber in Wertfragen als konservativ.

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