Zum Hauptinhalt springen

CVP will keine freie Schulhaus-Wahl

Naturwissenschaften und Technik ab der ersten Klasse, soziale und politische Bildung ab der vierten Klasse: Mit solchen Ideen will die CVP Schweiz die Volksschule erneuern.

Die Delegierten der CVP haben in Basel ein Positionspapier zum Thema Volksschule mit 163 zu null Stimmen verabschiedet. Das Papier fasst zumeist bekannte Positionen zusammen. In der Volksschule seien etwa Eltern einzubinden, Chancengleichheit sicherzustellen und «christlich-ethische Werte» zu vermitteln. Die CVP ist auch für Noten und für Sprachtests im Vorschulalter; Obligatorien für sprachliche Frühförderung sollen möglich sein.

Die Kantone sollen gemäss CVP-Papier anerkannte Privatschulen unterstützen können. Bildungsgutscheine dürften aber keine Mittel von den öffentlichen Schulen abzweigen. Das Schulobligatorium sei strikt und für den ganzen Unterricht durchzusetzen - ohne zum Beispiel religiöse Dispensationen. HarmoS wird unterstützt.

Schulhaus nicht wählbar

Zu reden gab, ob Eltern innerhalb der öffentlichen Schule den Schulstandort wählen dürfen sollen. Die freie Schulwahl gefährde den Zusammenhalt der Gesellschaft und die Schul-Qualität, warnte der Aargauer Bildungsdirektor Rainer Huber, Co-Autor des Papiers. Laut einem Votanten generiert die freie Wahl unnötigen Verkehr.

Die DV entschied sich grossmehrheitlich - wie der Vorstand - gegen die freie Schulstandortwahl bis zur Gymnasialstufe. Gleich klar angenommen wurde trotz skeptischen Voten ein Schaffhauser Antrag, wonach Eltern bei wiederholtem und unentschuldigtem Fernbleiben von obligatorischen Anlässen gebüsst werden können.

CVP steht hinter Lehrern

Weiter fordert das Papier Unterricht in Naturwissenschaften und Technik ab der 1. Klasse. Der Besuch von Elternabenden sowie Gespräche mit Lehrpersonen sollen obligatorisch erklärt werden können. Freiwillige ausserfamiliäre Betreuungsangebote seien anzubieten, wobei die Eltern die Kosten mittragen sollten.

Ferner seien der Lehrerberuf wie auch die Schulleitungen aufzuwerten. Der Umgang mit Computern sei «bereits im frühen Schulalter» zu lehren; Eltern seien auf Chancen und Gefahren neuer Kommunikationstechniken hinzuweisen. Offen lässt das CVP-Papier, welche Sprache als erste unterrichtet werden soll.

Nein-Parolen zu vier Vorlagen

Darbellay gab am Ende der DV noch Nein-Parolen für vier Vorlagen bekannt: zur Initiative für eine Unverjährbarbeit pornografischer Straftaten, zur Hanfinitiative, zur AHV-Initiative und zur Abschaffung des Verbandsbeschwerderechtes.

SDA/vin

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch