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BVG-Zinsatz soll massiv sinken

Die Finanzkrise trifft die Pensionskassen: Die BVG-Kommission möchte den Mindestzinssatz auf den Altersguthaben der zweiten Säule um 0,75 Prozent auf 2 Prozent senken.

Während der Arbeitgeberverband 1,75 Prozent verlangt, fordern die Gewerkschaften vom Bundesrat mindestens 2,25 Prozent.

In den letzten Jahren sei der Mindestzinssatz gemessen an den Renditen der Vorsorgeeinrichtungen systematisch zu tief gewesen, wie es in einem Communiqué von kv schweiz, Travail.Suisse und Gewerkschaftsbund heisst. Dies untergrabe das Vertrauen in die berufliche Vorsorge, warnen die Gewerkschaften.

Gewerkschaften mit Senkung einverstanden

Mit Blick auf die Finanzmarktkrise halten auch die Gewerkschaften eine Senkung für grundsätzlich gerechtfertigt, so die Gewerkschaften. Sie fordern eine Senkung auf höchstens 2,25 Prozent.

Der Schweizerische Arbeitgeberverband dagegen hält einen Satz von 1,75 Prozent für angemessen. Dieser soll den Vorsorgeeinrichtungen noch Spielraum lassen, um auch in Anlagen mit höheren Rentiten und Risiken zu investieren, wie es in einer Stellungnahme heisst.

Viele Vorsorgeeinrichtungen hätten zudem 2007 mit ihren Renditen den Mindestzinssatz nicht erreicht, was auch für 2008 gelten dürfte. Erneut fordern die Arbeitgeber zudem ein entpolitisiertes Verfahren zur Festlegung des Mindestzinssatzes. Das heutige Verfahren enthalte zu viele strittige Faktoren und Ermessenselemente.

Der Mindestzinssatz gibt an, zu welchem Satz die Altersguthaben mindestens zu verzinsen sind. Davon zu unterscheiden ist der Umwandlungssatz. Dieser regelt, wie das bei der Pensionierung vorhandene Vorsorgekapital in eine jährliche Altersrente umgewandelt wird.

SDA/grü

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