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Bundespensionskasse stösst Rüstungsfirmen ab

Publica, die grösste Schweizer Pensionskasse, will sicherstellen, dass sie nicht gegen Schweizer Gesetze und Normen und internationale Konventionen verstösst.

Zum Ausschluss empfohlen: Die US-Firma Lockheed Martin Corp., die ausser Kampfjets auch Streumunition oder Antipersonenminen herstellt. (Archiv)
Zum Ausschluss empfohlen: Die US-Firma Lockheed Martin Corp., die ausser Kampfjets auch Streumunition oder Antipersonenminen herstellt. (Archiv)
Keystone

Der Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen SVVK-ASIR hat Namen von 15 Rüstungsfirmen veröffentlicht, die nachweislich gegen Schweizer Gesetze und von der Schweiz ratifizierte internationale Konventionen verstossen.

Als Gründungsmitglied des Vereins hat Publica, die grösste Schweizer Pensionskasse, nun reagiert und schliesst in den nächsten Monaten fünf Rüstungsfirmen aus ihrem Portfolio aus und verkauft sämtliche Anlagen dieser angeprangerten Firmen, wie «srf.ch» schreibt. Die Firmen stehen auf der schwarzen Liste, weil sie beispielsweise Streumunition oder Antipersonenminen herstellen.

Welche Unternehmen Publica veräussern wird, gibt sie nicht bekannt. Laut Patrick Uelfeti, Leiter des Portfolio-Managements der Pensionskasse des Bundes, ginge es aber um die grösseren auf der Liste der SVVK-ASIR, wie er gegenüber Radio SRF erklärte. Uelfeti stellt zudem in Aussicht, dass in Zukunft noch weitere Rüstungsfirmen aus dem Portfolio ausgeschlossen werden könnten. Man wolle sicherstellen, dass die Anlagen der Publica nicht gegen Schweizer Gesetze und Normen und internationale Konventionen verstiessen, so Uelfeti.

Lob und Kritik

Positive Rückmeldung auf diese Entwicklung gab es von Balthasar Glättli. Der grüne Nationalrat sitzt im Komitee der Volksinitiative «Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten» und hofft, dass es weitere Pensionskassen der Publica gleich tun.

SVP-Nationalrat Thomas Aeschi sieht allerdings einen Nachteil: Wenn das Portfolio immer stärker eingeschränkt werde, sei das am Schluss vor allem für die Pensionskassenversicherten schlecht, so Aeschi. Er wolle deshalb mit einem Vorstoss erreichen, dass Vorsorge- und Versicherungseinrichtungen des Bundes nicht mehr Mitglied im Verein sein dürfen, der die schwarze Liste ausgearbeitet hat.

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