Bund lässt Informatikprojekt scheitern

Das Seco muss das geplante Auszahlungssystem der Arbeitslosenversicherung abbrechen. Den Staat kostet das mehrere Hunderttausend Franken.

Wieder eine Projekt-Panne beim Bund: Der Eingang des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco. (30. Januar 2014)

Wieder eine Projekt-Panne beim Bund: Der Eingang des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco. (30. Januar 2014)

(Bild: Keystone Peter Schneider)

Erneut ist ein Informatikprojekt des Bundes gescheitert. Das Auszahlungssystem der Arbeitslosenversicherung (ASALneu) werde abgebrochen, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Franken.

Den Entscheid fällte die Aufsichtskommission für den Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung. Als Grund werden in der Mitteilung «neu eingetretene Risiken und Umsetzungsschwierigkeiten im Projektverlauf» angegeben. Die Projektziele hätten unter diesem Umständen kaum mehr erreicht werden können.

Neue Vorschläge 2016

Mit der Firma CSC Switzerland, die an der Entwicklung des Informatikprojekts beteiligt war, habe eine Einigung über die Modalitäten des Abbruchs erzielt werden können, heisst es in der Mitteilung. Diese umfasst neben einer finanziellen Regelung eine Vereinbarung über die Wartung des aktuellen Auszahlungssystems bis mindestens 2021.

Dieses ist seit 1993 in Betrieb. Mit ASALneu hätte das System in eine moderne und wartungsfreundliche Softwareentwicklungsumgebung migriert werden sollen. Bis im ersten Quartal 2016 muss die Ausgleichsstelle neue Vorschläge zum Ersatz der laufenden Software vorlegen.

dia/sda

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