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Bauern erhalten mehr Geld – dank Romands

Der Nationalrat verschafft den Landwirten zusätzliche 116 Millionen Franken. Die Bauernlobby triumphiert, insbesondere dank spezieller Hilfe aus der Westschweiz.

Bereits vor einer Woche durften sie feiern: Francis Egger (links) und Jakob Roesch (rechts) vom Bauernverband ehren die ausgezeichneten Landwirte bei den Swiss Skills 2014 im Kursaal Bern. Foto: Lukas Lehmann (Keystone)
Bereits vor einer Woche durften sie feiern: Francis Egger (links) und Jakob Roesch (rechts) vom Bauernverband ehren die ausgezeichneten Landwirte bei den Swiss Skills 2014 im Kursaal Bern. Foto: Lukas Lehmann (Keystone)

Der Präsident des Bauernverbands gehört der CVP an, sein Vorgänger der SVP, der Geschäftsführer ist in der FDP, und alle drei sitzen im Nationalrat, samt zahlreichen Berufsgenossen. Die bestvernetzte Minderheit der Schweiz – Anteil am Total der Erwerbstätigen: gut 3 Prozent – hat ihre Gegner gestern im Nationalrat wieder einmal nach allen Regeln politischer Künste überrollt. Es gelang ihr, die geplanten Sparmassnahmen bei der Landwirtschaft weitest­gehend zu eliminieren: 116 Millionen Franken mehr als im bundesrätlichen Budgetentwurf sollen den Bauern demnach zugute kommen. Vergeblich erinnerte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) an schwindende Einnahmen, Finanzplan und Schuldenbremse, die auch von den Bauern ein Opfer erforderten. Die Ratsmehrheit folgte Bauernpräsident Markus Ritter (CVP, SG), der sich auf die Agrarpolitik 2014–17 berief: Der dort beschlossene Zahlungsrahmen sehe für 2015 höhere Beträge vor, als vom Bundesrat nun veranschlagt worden sei.

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