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«Ausser vielleicht in einem totalitären Staat»

Der FDP-Nationalrat Ignazio Cassis verlangt den Cannabis-Verkauf in Schweizer Städten zu prüfen. Der Unterschied zwischen legal und illegal sei ein «gesellschaftliches Konstrukt», sagt der Mediziner.

Schweizer Städte sollen die Freiheit haben, den legalen Verkauf von Cannabis zu testen. Dieser Ansicht ist der FDP-Nationalrat und Gesundheitspolitiker Ignazio Cassis. Die Drogensituation in der Schweiz hält er für akzeptabel.

«Der Mensch hat schon immer versucht, mit psychotropen Substanzen sein Bewusstsein vorübergehend zu verbessern», sagte der Tessiner FDP-Politiker und Mediziner in einem Interview mit dem «Blick». Drogen seien eine Normalität seit Tausenden von Jahren. Sie abzuschaffen, sei nicht möglich – «ausser vielleicht in einem totalitären Staat».

Ein gesellschaftliches Konstrukt

Die Drogensituation in der Schweiz hält Cassis für «akzeptabel»: «Der Unterschied zwischen illegal und legal ist ein gesellschaftliches Konstrukt und hat nicht mit den gesundheitlichen Folgen der Substanzen zu tun.»

Verbotene Substanzen dürfen nicht banalisiert werden. «Aber wir müssen lernen, mit allen Substanzen vernünftig umzugehen.» So fordert Cassis etwa vom Bund mehr Freiheiten für Städte, die Projekte, wie legale Cannabis-Clubs testen wollen.

«Wir müssen hier offen sein und experimentieren dürfen.» Wenn das nicht möglich sei, «leben wir in einer mittelalterlichen Zeit, wo der König bestimmt, was gut und schlecht ist.»

SDA/mrs

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