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Aus dem Rohstofffluch wird ein Reputationsfluch

Eine nachhaltige globale Wirtschaft lässt sich auf Dauer nur mittels sozialer, ökologischer und menschenrechtlicher Leitplanken funktionsfähig erhalten.

MeinungRudolf Strahm

In den rohstoffreichen Ländern Lateinamerikas und Afrikas benützt man gerne auch die Redewendung vom «Rohstoff-Fluch». Gemeint sind die riesige Korruption, die Menschenvertreibungen und Umweltvergiftungen, wenn multinationale Bergbaukonzerne mit billig erworbenen Schürfkonzessionen wertvolle Metalle und Mineralien fördern und dabei unglaubliche Gewinne scheffeln.

Wie im Spiegelbild zu diesem Rohstoff-Fluch ist die Schweiz als Holding-Sitzland von rund 500 internationalen Rohstoffkonzernen in einen «Reputationsfluch» geraten. Denn es vergeht kaum eine Woche, ohne dass der weltgrösste, auf dem Papier «schweizerische» Bergbaukonzern Glencore mit Sitz im Tiefsteuerkanton Zug nicht irgendwo wegen Korruption, Menschenschinderei oder Umweltvergiftung in die Kritik gerät. Ebenso bringen Oligarchen aus Russland, de Ukraine, Kasachstan und den Scheichtümern, die vom Genfersee aus weltweite Konzerngesellschaften beherrschen, mit krummen Touren das Sitzland Schweiz laufend ins Gerede.

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