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Auf die sanfte Tour

Die SVP ist wie verwandelt. Für die Selbstbestimmungsinitiative wirbt sie mit positiven Botschaften und nutzt erfolgreich Social Media. Wo sie das gelernt hat.

«Wir wollen keinen Plakatwettbewerb gewinnen»: Adrian Amstutz über die neue Bildsprache der SVP. Foto: Reto Oeschger
«Wir wollen keinen Plakatwettbewerb gewinnen»: Adrian Amstutz über die neue Bildsprache der SVP. Foto: Reto Oeschger

Dunkles Holz, düsteres Licht, Männer schwenken Schweizer Fahnen und verteilen kleine rote Büchlein, die Bundesverfassung. Es herrscht Gottesdienstatmosphäre an diesem Montagabend in der Schaffhauser Rathauslaube. Doch das ändert sich, als Christoph Blocher seine Stimme erhebt.

Thema des Abends ist die Selbst­bestimmungsinitiative der SVP oder, wenn es nach Blocher geht, die Rettung der direkten Demokratie. Blocher ist im Angriffsmodus. Die Argumente des grünen Nationalrats Balthasar Glättli bezeichnet er als «Unsinn» (Lacher). Der Direktorin von Economiesuisse, Monika Rühl, wirft er vor, dass Manager die Demokratie nicht mögen (Applaus). «Frau Rühl, geben Sie es zu», ruft Blocher. Rühl: «Das stimmt einfach nicht …» Blocher (lauter): «Natürlich stimmts.» (Lacher und Applaus) Die Links-rechts-Kombination wirkt. Rühl schweigt anschliessend minutenlang.

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