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Auf der Suche nach Aufmerksamkeit

Noch nie gab es eine so starke und frühzeitige Konzentration der Parteien auf die Ständeratswahl. Die Politologen Michael Hermann und Andreas Ladner erklären dieses Phänomen.

Der prominenteste Kandidat: Alt-Bundesrat Christoph Blocher.
Der prominenteste Kandidat: Alt-Bundesrat Christoph Blocher.
Keystone

Im Vergleich zu den Nationalratswahlen, wo jeweils je nach Kantonsgrösse eine grosse Anzahl von Kandidaten antreten, sei die Zahl der Kandidaturen für den Ständerat pro Kanton übersichtlich. Damit steige die Chance, dass die Kandidaten in den Medien persönlich Raum und Zeit erhalten, sagte der Politologe Michael Hermann von der Forschungsstelle sotomo in Zürich auf Anfrage.

«Die Wahlkampagnen beginnen immer früher, Wahlen lassen sich nicht in letzter Minute gewinnen», meint zudem Andreas Ladner vom Hochschulinstitut für öffentliche Verwaltung (IDHEAP) in Lausanne. Mit ihrer Ankündigung, den Ständerat zum Kampfplatz zu erklären, habe die SVP die Sache dieses Jahr nun nochmals beschleunigt.

Intensiv und stressig

Auch die Berner SP-Nationalrätin Ursula Wyss als «Direktbetroffene» weiss aus eigener Erfahrung um die Intensität eines Ständeratswahlkampfes. Sie hat deshalb am Wochenende wegen ihrer Schwangerschaft auf eine Kandidatur für die kleine Kammer verzichtet.

Ständeratswahlen gegen zwei Bisherige seien wahnsinnig intensiv und stressig, sagte Wyss gegenüber dem «SonntagsBlick» rückblickend auf die Berner Ständeratsersatzwahlen vom Februar und März dieses Jahres. Nationalratswahlen hingegen seien eine anderen Dimension von Wahlkampf. «Da bin ich viel weniger exponiert», sagte Wyss.

SDA/jak

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