Asylkosten erhöhen Entwicklungshilfe

Die Schweiz hat 2016 weniger Geld für internationale Zusammenarbeit und die humanitäre Hilfe eingesetzt. Die Ausgaben für die öffentliche Entwicklungshilfe sind trotzdem gestiegen.

Mehr Hilfe im Inland: Ausgabe einer Vergütung von zehn Franken an einen Asylsuchenden am Schalter des Amtes für Migration Kanton Schwyz. (2. März 2017)

Mehr Hilfe im Inland: Ausgabe einer Vergütung von zehn Franken an einen Asylsuchenden am Schalter des Amtes für Migration Kanton Schwyz. (2. März 2017)

(Bild: Keystone Christian Beutler)

Die Ausgaben der Schweiz im letzten Jahr für internationale Zusammenarbeit und die humanitäre Hilfe sanken gegenüber 2015 um 143 Millionen Franken. Wegen der steigenden Asylkosten wuchs die öffentliche Entwicklungshilfe trotzdem.

Gemäss den Richtlinien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) können diese teilweise angerechnet werden. Total gab die Schweiz letztes 3,51 Milliarden Franken für die öffentliche Entwicklungshilfe aus, 114 Millionen mehr als im Jahr davor. Das teilte das Aussendepartement EDA heute mit.

Der Anteil der öffentlichen Entwicklungshilfe am Bruttonationaleinkommen stieg damit von 0,51 auf 0,54 Prozent. Auf die Entwicklungszusammenarbeit und die humanitären Hilfe entfielen 2016 noch 0,39 Prozent des Bruttonationaleinkommen. Im Jahr zuvor waren es 0,41 Prozent gewesen. Grund für den rückläufigen Anteil waren laut EDA Sparmassnahmen. Für die nächsten Jahre hat das Parlament weitere Kürzungen beschlossen.

nag/sda

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