Asylbewerberinnen gehen in Bern auf den Strich

Frauen aus Westafrika, die in der Schweiz auf Asyl hoffen, sind oftmals auch als Prostituierte unterwegs.

Prostitution geschieht laut Berner Fremdenpolizei oft im Umfeld eines Asylheims: Durchgangszentrum im Kanton Bern. (Archivbild)

Prostitution geschieht laut Berner Fremdenpolizei oft im Umfeld eines Asylheims: Durchgangszentrum im Kanton Bern. (Archivbild)

(Bild: Keystone Lukas Lehmann)

Asylbewerberinnen, die auf den Strich geschickt werden oder sich aus den unterschiedlichsten Gründen prostituieren: Dieses Phänomen sei neu, sagen die Stadtberner Migrationsbehörden.

«Wir haben Kenntnis davon, dass sich Asylbewerberinnen auf der Strasse prostituieren», sagt Alexander Ott, Leiter der Berner Fremdenpolizei in der «NZZ am Sonntag». Nicht selten geschehe dies im direkten Umfeld eines Asylheims oder einer Kollektivunterkunft.

Zur Mehrheit stammten sie aus Westafrika, vor allem aber aus Nigeria, sagt Ott. Die Frauen würden seines Wissens jedoch nicht in den Bordellen anschaffen. Er habe aber Hinweise darauf, dass die Frauen Freier in die Asylunterkunft mitnähmen. «Wobei das schwierig zu beweisen ist», erklärt Ott, «denn wenn man bei den Frauen nachfragt, behaupten sie einfach, es handle sich um ihren Partner.» Aus diesem Grund sei es bisher auch noch nie zu einem Strafverfahren gekommen.

«Wir haben jedoch keine Hinweise auf Zwangs-Prostitution», fügt Ott an. Die Frauen wollten sich wohl vor allem ein Zubrot verdienen.

chk

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