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Angeblicher Jihadist in Kreuzlingen festgenommen

Ein IS-Kämpfer soll monatelang in Asylzentren des Bundes gelebt haben.

Blick auf das Empfangszentrum in Kreuzlingen. (Archivbild) Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone
Blick auf das Empfangszentrum in Kreuzlingen. (Archivbild) Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

Nach seiner Festnahme im Bundesasylzentrum Kreuzlingen TG sitzt ein Mann, der aus Syrien stammen soll, in Ausschaffungshaft. Er stand anfangs im Verdacht, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein. Die Staatsanwaltschaft Thurgau plant, die Strafuntersuchung wegen illegaler Einreise mit einem Strafbefehl abzuschliessen.

Wegen des Terrorismus-Verdachts war auch die Bundesanwaltschaft in Bern eingeschaltet worden. So habe man den Festgenommenen in Gegenwart von Beamten der Bundeskriminalpolizei einvernommen, hiess es von der Staatsanwaltschaft in Kreuzlingen.

Bundesanwaltschaft verzichtete auf Untersuchung

«Gemäss unserem Kenntnisstand verzichtete die Bundesanwaltschaft mangels ausreichendem Anfangsverdacht auf die Eröffnung einer Strafuntersuchung», sagte Oberstaatsanwalt Marco Breu allerdings am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA im Hinblick auf Terrorismus. Zur Nationalität des Mannes machte er keine Angaben. Die Bundesanwaltschaft selbst war am Samstag nicht erreichbar.

Verschiedene Medien wie «Blick» und «20 Minuten» hatten zuvor das Portal «Crime Schweiz» zitiert, wonach ein mutmasslicher Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus Syrien vor etwa einem halben Jahr in die Schweiz gelangt sei und zunächst im Asylzentrum in Altstätten SG gelebt habe. Später sei er im Asylzentrum Kreuzlingen von einem Syrer als IS-Kämpfer erkannt und enttarnt worden.

(SDA)

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