Zum Hauptinhalt springen

«An dieser Stelle besteht kein Handlungsbedarf»

Vor dem Gotthardtunnel wurde ein Lastwagen-Fahrer in einem Unfall getötet. Es ist der siebte Tote vor der «Ampel des Todes», innerhalb von nur zwölf Monaten.

Der Unfall auf der A13, Zizers Richtung Chur.
Der Unfall auf der A13, Zizers Richtung Chur.
Leserreporter 20 Minuten
Schwere Kollision: Die verunfallten Fahrzeuge auf der A2.
Schwere Kollision: Die verunfallten Fahrzeuge auf der A2.
Leserreporter 20 Minuten
Der TCS gab den Tipp, die Umfahrung Richtung Norden via San Bernardino zu nutzen.
Der TCS gab den Tipp, die Umfahrung Richtung Norden via San Bernardino zu nutzen.
Leserreporter 20 Minuten
1 / 7

Bei einem Auffahrunfall zweier Lastwagen auf der A2 vor dem Gotthard-Südportal ist einer der beiden Lastwagenfahrer am Mittwoch ums Leben gekommen. Bereits letztes Jahr gab es in diesem Abschnitt tödliche Unfälle. Insgesamt drei im letzten Jahr. Genau vor einem Jahr, am 17. Mai 2016, waren zwei Frauen aus Israel bei einem Auffahrunfall auf der A2 bei Quinto TI ums Leben gekommen.

Beim ersten Vorfall fuhr ein 55-jähriger Autolenker auf den letzten Wagen in einer Kolonne auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto der Frauen aus Israel mit grosser Gewalt in einen davor stehenden Lastwagen geschoben.

Nur zwei Monate später, im Juli 2016, wurde eine vierköpfige Familie aus Deutschland ebenfalls bei Quinto getötet. Ihr Fahrzeug wurde zwischen zwei Lastwagen zerdrückt.

Signalisierung entspreche den geltenden Normen

Die Rettungskräfte konnten beim jüngsten Vorfall nur noch den Tod des 49-jährigen Fahrers im Aargauer Lastwagen feststellen. Für die Bergungsarbeiten musste die Autobahn zwischen Quinto und Airolo mehrere Stunden lang gesperrt werden. Der Verkehr staute sich bis Biasca.

«Wir bedauern diesen Unfall und sind in Gedanken bei den Opfern. Wir warten die Resultate der Untersuchung ab, bis wir uns zum Fall äussern», so Astra-Sprecher Eugenio Sapia zum jüngsten Unfall zu Tio.ch. Allerdings äusserte er sich zum betroffenen Streckenabschnitt.

«Frühere Untersuchungen haben ergeben, dass von Seiten des Astra zurzeit kein Handlungsbedarf an dieser Stelle besteht», erklärt Sapia. «Die Signalisierung und die Sichtbarkeit an diesem Punkt der Autobahn entsprechen vollständig den geltenden Normen.»

Warntafel stellte Sicherheitsrisiko dar

Nach den tödlichen Unfällen wurde Kritik an der Sicherheit des Streckenabschnitts laut. Namentlich an den durch die sogenannte «Ampel des Todes» verursachten Rückstaus. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hatte nach dem ersten Vorfall eine mobile Warntafel aufgestellt, um auf solche Staus aufmerksam zu machen. Mit dieser «Vorsichtsmassnahme» sollten alle Verkehrsteilnehmer über die genaue Staulänge auf dem Autobahnabschnitt informiert werden. Diese wurde in der Zwischenzeit jedoch wieder entfernt. «Im Herbst haben wir entschieden, es [das Auto mit dem Warnschild, Anm. d. R.] zu entfernen, weil es ein Sicherheitsrisiko für die Autofahrer darstellte», bestätigt der Astra-Sprecher der Zeitung.

Auch für Renato Gazzola, Sprecher des TCS Tessin, ist der Streckenabschnitt genügend gesichert. «Die Signalisierung an diesem Punkt ist sehr gut und wurde nach dem ersten Unfall verbessert. Ich vermute, dass der Fahrer abgelenkt war und nicht darauf geachtet hat.» Gazzola teilt die Meinung des Astra, dass kein Handlungsbedarf bestehe. «Ich weiss nicht, wie man diese Stelle noch besser signalisieren könnte. Das Warn-Auto wurde aus Sicherheitsgründen entfernt.»

Ende März seien auf dem Abschnitt acht fixe Warntafeln auf einer Länge von fünf Kilometern aufgestellt worden, informiert das Astra. «Diese Tafeln sind mit einem sehr auffälligen gelben Warnlicht ausgerüstet, das bei gefährlichen Situationen die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf sich richtet.»

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch