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Alain Berset lässt sich feiern

Der neue Bundesrat kehrt nach der Wahl heim in sein Fribourgerland. Dort erwartete ihn ein enthusiastischer Empfang – und von seiner Amtskollegin gabs eine Beruhigungspille.

Roter Teppich für den neuen Sozialdemokraten in der Regierung: Alain Berset bei der Ankunft im fribourgischen Flamatt. (22. Dezember 2011)
Roter Teppich für den neuen Sozialdemokraten in der Regierung: Alain Berset bei der Ankunft im fribourgischen Flamatt. (22. Dezember 2011)
Reuters
Begleitet wurde Berset gleich von zwei Frauen: Hier mit Gattin Muriel Zeender in seinem Wohnort Belfaux...
Begleitet wurde Berset gleich von zwei Frauen: Hier mit Gattin Muriel Zeender in seinem Wohnort Belfaux...
Reuters
Später dann ernster bei seiner Ansprache: «Ich weiss, dass es schwierig werden wird, dass es viel Zeit und Energie brauchen wird.» (22. Dezember 2011)
Später dann ernster bei seiner Ansprache: «Ich weiss, dass es schwierig werden wird, dass es viel Zeit und Energie brauchen wird.» (22. Dezember 2011)
Reuters
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Weder Kälte noch Regen konnten dem Enthusiasmus der Freiburger angesichts «ihres» Bundesrates Alain Berset etwas anhaben. Sie bescherten ihm heute Donnerstag in Flamatt, Belfaux und Freiburg einen warmen Empfang.

Auf einer Bühne vor der Universität Freiburg zeigte sich der Neo-Bundesrat und künftige Innenminister angesichts seiner neuen Aufgabe überlegt und optimistisch: «Ich weiss, dass es schwierig werden wird, dass es viel Zeit und Energie brauchen wird», sagte er im strömenden Regen. Alain Berset freut sich sichtlich auf die Aufgaben, die ihn erwarten: «Es ist ein Departement im Herzen des Gesellschaftsvertrages», er sei sich der Erwartungen bewusst.

«Perfektion nicht das Ziel»

«Selten wurden ein Bundesratskandidat derart gelobt», sagte der Freiburger Staatsratspräsident Georges Godel. Er bat Berset jedoch, nicht zu vergessen, dass «die Perfektion ein Weg sei, nicht das Ziel».

Das musikalische Intermezzo «La vie en rose», ein Lied von Edith Piaf, passte wenig zu dem, was Berset künftig erwartet. Aber seine Bundesrats- und Parteikollegin Simonetta Sommaruga wusste ihn zu beruhigen: Die Sitzungen seien beispielhaft für die Konkordanz – auch wenn die Diskussionen manchmal hart und intensiv seien.

Illustre Gäste

Die geladenen Gäste aus allen Westschweizer Kantonen, dem Tessin und Bern harrten über eine Stunde im Regen aus. Unter ihnen befand sich auch alt Bundesrätin und Vorgängerin im Innendepartement, Ruth Dreifuss, oder der neue Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, Charles Morerod. Der Zeremonienmeister hatte auf eine Aula verzichtet, weil die 800 Gäste nicht reingepasst hätten.

Der Umzug vom Bahnhof Freiburg zur Universität wurde von Grenadieren in historischen Uniformen und dem kantonalen Musikkorps begleitet, der Landwehr. Natürlich durfte die Guggenmusik aus Bersets Heimatort Belfaux nicht fehlen. Zahlreiche Schaulustige säumten die Strassen.

Die Feierlichkeiten begannen bereits am Nachmittag in Flamatt, dem ersten Halt auf freiburgischem Boden. Sie wurden in Belfaux fortgeführt, wo Berset seit seiner Geburt lebt.

(SDA)

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