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AKW-Prüfer sind weniger verfilzt

Führende Mitglieder des Nuklearsicherheitsinspektorats pflegen problematische Beziehungen zur Stromwirtschaft. Ein Vergleich zeigt aber: Vor zehn Jahren war die Verbandelung noch viel enger.

Unter Aufsicht der Ensi-Sicherheitsinspektoren: Atomkraftwerk Leibstadt.
Unter Aufsicht der Ensi-Sicherheitsinspektoren: Atomkraftwerk Leibstadt.
Keystone

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) präsentiert eine Reihe neuer Auflagen zuhanden der Kernkraftwerkbetreiber. Das Aufsichtsgremium wird dabei selber unter scharfer Aufsicht stehen: Atomkritische Kreise werden ebenso akribisch wie misstrauisch prüfen, ob die erlassenen Verfügungen streng genug sind. Filzvorwürfe lasten inzwischen nämlich auf führenden Ensi-Köpfen wie Präsident Peter Hufschmied – der geschäftliche Beziehungen zum Atomstromkonzern BKW pflegt – und Horst-Michael Prasser, Inhaber eines Hochschullehrstuhls, der von der Branchen-Fachgruppe Swissnuclear bezahlt wird. Der Umweltverband Greenpeace bezeichnet das Ensi inzwischen offen als befangen – er ortet eine «finanzielle und politische Verbandelung mit der Atomindustrie».

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