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«Afrika bedeutet nicht nur Krieg und Armut»

Wichtiger als neue Spitäler seien in Afrika Rettung und Nothilfe, sagt die nigerianische Flugretterin Ola Olekunrin.

Bernhard Ott
Geschäftsfrauen hätten es in Afrika nach wie vor schwer, sagt Ola Olekunrin.
Geschäftsfrauen hätten es in Afrika nach wie vor schwer, sagt Ola Olekunrin.
Franziska Rothenbühler

Frau Olekunrin, Sie waren eine der jüngsten Absolventinnen des Medizinstudiums in Grossbritannien und standen einst vor einer grossen Fachkarriere. Warum gingen Sie stattdessen nach Nigeria?

Für mich war früh klar, dass ich nach Afrika gehen wollte. Der Grund dafür war eine Familientragödie. Ein paar Jahre vor meinem Arztdiplom ist meine jüngere, damals zwölfjährige Schwester während eines Besuchs in einer ländlichen Region von Nigeria erkrankt. Weil die Strassen sehr schlecht waren, musste dringend ein Lufttransport ins nächste Spital organisiert werden. Die nächste Luftambulanz war aber sieben Flugstunden entfernt – in Südafrika. Als sie in Nigeria ankam, war meine Schwester bereits verstorben. Das war ein riesiger Schock für mich und meine Familie. Von da an war mir klar, dass ich dereinst etwas zur Verbesserung des Gesundheitswesens in Nigeria beitragen wollte.

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