Achtung, hier geraten Sie heute in den Stau

Wir zeigen, wo und wann an Auffahrt lange Wartezeiten drohen – und wie Sie diese umgehen können.

Prognose des Bundesamts für Strassen: Am Auffahrtswochenende staut es vielerorts in der Schweiz. Grafik: Astra


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An Auffahrt zieht es viele Deutschweizer traditionell in die Wärme, ins Tessin oder noch weiter südlich nach Italien. Auch dieses Jahr dürften es Tausende sein – zumal die Wetterprognosen im Mittelland mässig sind: Am Donnerstag regnet es, nach einem kurzen Zwischenhoch ziehen am Samstag wieder Wolken auf, bevor am Sonntag erneut Regen angesagt ist.

Doch wer heute oder morgen ins verlängerte Wochenende fährt, muss mit kilometerlangen Kolonnen rechnen. Die Verkehrsprognose des Bundesamts für Strassen (Astra) sagt nicht nur Stau beim Gotthardtunnel voraus, sondern auch lange Wartezeiten auf zahlreichen anderen Autobahnabschnitten und Hauptstrassen in der ganzen Schweiz.

«Der Stau vor dem Gotthard-
tunnel kann bis in die späten Nachtstunden andauern.»
Astra

Die Auswirkungen des Ferien- und Feiertagverkehrs werden laut dem Astra insbesondere auf der A 2 zwischen Basel, Luzern und dem Gotthardtunnel spürbar sein. Am Mittwoch müssen sich Reisende am Gotthard zwischen 15 und 20 Uhr besonders lange gedulden, in der Nacht hingegen geniessen sie voraussichtlich freie Fahrt. Am Donnerstag werden bereits ab 10 Uhr am Morgen 10 Kilometer Stau erwartet.

Behinderungen werden auch auf der A 13 (San-Bernardino-Strecke) erwartet, die viele als Ausweichroute in den Süden wählen.


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Zudem besteht Staugefahr auf der Autobahn rund um Zürich, zwischen der Verzweigung Härkingen und Bern, auf der A 8 bei Thun, zwischen Lausanne und Genf, Vevey und Martigny sowie Lugano und Chiasso.

Wartezeiten drohen an den Grenzübergängen Au, Koblenz, St. Margrethen und Thayngen. Folgende Strecken können zeitweise ebenfalls überlastet sein: Spiez–Kandersteg, Gampel–Goppenstein (Rückreise), Brunnen–Flüelen (Axenstrasse), Raron–Brig, Bellinzona–Locarno sowie diverse Hauptstrassen im Berner Oberland, in Graubünden und in den Walliser Seitentälern.

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Eine Möglichkeit, den Stau zu umgehen, ist der Autoverlad. Die Verladestationen würden im Frühsommer weniger stark beansprucht, schreibt das Astra. Daher hielten sich die Wartezeiten meist in Grenzen. Für Reisende nach Italien beispielsweise ist der Autoverlad Brig-Iselle beim Simplon oft die schnellere Variante als der Gotthardtunnel.

Denn das Astra rechnet auch am Freitag und Samstag mit viel Verkehr. Am Sonntag, wenn die meisten Urlauber wieder die Rückreise antreten, wird sogar ein «sehr hohes Verkehrsaufkommen» prognostiziert mit bis zu 12 Kilometer Stau oder mindestens drei Stunden Wartezeit vor dem Gotthard-Südportal. Gleiches gilt für gewisse Tage rund um Pfingsten (20. und 21. Mai) und Fronleichnam (31. Mai) – zwei weitere Wochenenden mit grosser Staugefahr.

Wer lange Wartezeiten verhindern will, kann die aktuellen Verkehrsinformationen auf der Seite Truckinfo des Astra abrufen. Auch der Touring-Club Schweiz (TCS) stellt auf seiner App und seiner Website laufend Infos zur Verkehrslage, dem Strassenzustand und dem Stau zur Verfügung.

Per Handy gibt es weitere Möglichkeiten: Über die Telefonnummer 163 (90 Rappen pro Anruf und pro Minute) erhält man auch unterwegs die aktuellsten Verkehrsmeldungen. Und die kostenlose App Swisstraffic informiert rund um die Uhr über Staus und Unfälle.

Auch die SBB rechnen mit einem hohen Verkehrsaufkommen: Sie setzen an Auffahrt und Pfingsten über 50 Zusatzzüge ins Tessin und ins Wallis sowie zurück ein. Zudem werden punktuell diverse Reisezüge mit zusätzlichen Wagen verstärkt.

Informieren lohnt sich – es sei denn, Sie wollen sich 10 Kilometer Gotthardstau antun. Wie lange so eine Blechlawine ist und in wie vielen Zügen die Autofahrer Platz hätten, haben wir in einer Grafik visualisiert:

Grafik: TA, Quellen: Mikrozensus 2010, Verkehrsbefragung des Bundes, SDA (Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 09.05.2018, 12:58 Uhr)

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