«Trump ist der unersättlichste Leser, den ich kenne»

Im Dezember ist mit Ed McMullen ein langjähriger Freund zum US-Botschafter in der Schweiz berufen worden. Er wehrt sich gegen die Vorwürfe, die Trump mangelnden Intellekt vorwerfen.

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Sie kennen sich seit dreissig Jahren und sind eng befreundet. Ed McMullen war eine der ersten Personen, die für Donald Trump bei den Präsidentschaftsvorwahlen gearbeitet hatten, und im Dezember wurde der 53-Jährige vom US-Präsidenten zum neuen US-Botschafter in der Schweiz befördert.

Im Interview mit der «Weltwoche» bezeichnet der Politikwissenschaftler den US-Präsidenten als «Mann mit einem verblüffenden Intellekt» und vergleicht ihn mit dem ehemaligen Schauspieler und US-Präsidenten Ronald Reagan: «Wie Reagan war Trump anders als seine Vorgänger. Wer eine Status-quo-Präsidentschaft erwartet, liegt total falsch», sagt McMullen. Trump rede nicht um den Brei herum und übergiesse die Dinge nicht mit Zuckerguss, sondern kommuniziere ehrlich.

«Ziemlich genial»

McMullen weiss um die Skepsis gegenüber Trumps Fähigkeiten als Staatsoberhaupt, verweist aber auf Trumps Ausbildung an der Top-Business-Schule Wharton an der Universität von Pennsylvania. «Donald Trump hat ein Multi-Milliarden-Business aufgebaut», sagt McMullen. Später erfolgte der Wechsel zu den Medien. Mit der Fernsehshow «The Apprentice» feierte Trump einen grossen Erfolg, und schliesslich wurde er überraschend zum US-Präsidenten gewählt. «Die Fähigkeit, in einem Leben vier solch erstaunliche Dinge erfolgreich zu meistern, das ist ziemlich genial.»

Der US-Botschafter wehrt sich gegen die Vorwürfe, die Trump mangelnden Intellekt unterstellen und sagen, dass der US-Präsident noch nie in seinem Leben ein Buch gelesen habe: «Er ist der unersättlichste Leser, den ich je getroffen habe», sagt McMullen. «Trump ist einer der wissbegierigsten Männer, denen ich begegnet bin.»

Wenn Donald Trump am 23. Januar zum Weltwirtschaftsforum in Davos eintrifft, wird es nicht der erste Besuch des 71-Jährigen in der Schweiz sein. Als Trump jung war, verbrachte er mit seinen Kindern die Skiferien in der Schweiz. «Sie lieben die Schweiz», sagt McMullen. Er sei beeindruckt von der Offenheit der Menschen hier.

«Ed – so great»: Donald Trump signierte einen «Weltwoche»-Artikel über den US-Botschafter Ed McMullen im Dezember. (fur)

Erstellt: 12.01.2018, 12:40 Uhr

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