Puigdemont ist zu Gast in der Schweiz

Der Separatistenführer besucht das Fest des jurassischen Volkes in Delsberg.

Hielt im Rahmen des offiziellen Empfangs am Samstagabend eine Rede: Der ehemalige Regionalpräsident Kataloniens, Carles Puigdemont mit seinem Freund François Lachat (links) und Pierre-André Comte vom «Mouvement autonomiste jurassien». (8. September 2018)

Hielt im Rahmen des offiziellen Empfangs am Samstagabend eine Rede: Der ehemalige Regionalpräsident Kataloniens, Carles Puigdemont mit seinem Freund François Lachat (links) und Pierre-André Comte vom «Mouvement autonomiste jurassien». (8. September 2018)

(Bild: Keystone Roger Meier)

Am Fest des jurassischen Volkes in Delsberg an diesem Wochenende wird Besuch aus dem Ausland erwartet: Carles Puigdemont, der Separatistenführer und ehemalige Präsident der spanischen Region Katalonien, soll am Samstagabend auftreten.

Im Rahmen des offiziellen Empfangs werde er um 18.30 Uhr eine Rede halten, wie das «Mouvement autonomiste jurassien» am Samstag mitteilte. Der Empfang sowie das gemeinsame Festessen sei öffentlich. Am Sonntag werde Puigdemont gegen 11 Uhr vor Ort sein und am Mittagessen teilnehmen.

Der Separatistenführer ist momentan in Belgien im Exil, um dem in Spanien gegen ihn eingeleiteten Strafverfahren wegen Rebellion zu entgehen.

Einseitig die Unabhängigkeit ausgerufen

Katalonien war im Herbst 2017 Schauplatz einer schweren politischen Krise. Der damalige Regionalpräsident Carles Puigdemont organisierte trotz Verbots ein Unabhängigkeitsreferendum. Rund 90 Prozent der Katalanen hatten sich für die Abspaltung ausgesprochen, und die damalige Regionalregierung rief einseitig die Unabhängigkeit Kataloniens aus.

Die spanische Verfassung lässt dies jedoch nicht zu. Die Abstimmung war im Vorfeld für illegal erklärt worden, die Polizei ging mit harter Hand gegen Wählerinnen und Wähler vor.

Die Regionalregierung wurde später von der spanischen Zentralregierung unter der damaligen Leitung von Mariano Rajoy abgesetzt. Mehrere katalanische Unabhängigkeitsbefürworter wurden inhaftiert, Puigdemont floh ins Ausland.

mch/sda

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