Linksautonome wollen Antifa-Demo nachholen

Letzten Freitag hat die Polizei eine Kundgebung in Bern im Keim erstickt. Jetzt kündigen die Veranstalter der antifaschistischen Demonstration einen neuen Termin an.

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Linksautonome wollen nächsten Samstag erneut auf die Strasse gehen. Bereits letzten Freitag wurde zu einer antifaschistischen Demonstration aufgerufen. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort und hat die Kundgebung im Keim erstickt.

Das «Verhindern» der Demonstration durch die Polizei nennen die Veranstalter als Grund für die neuen Kundgebungs-Pläne. «Trotz eines Umzuges von rund 120 Menschen, haben wir unser Ziel, eine grosse und breite Demonstration zu veranstalten, nicht erreicht», heisst es in der Medienmitteilung.

Kein Gesuch eingereicht

Die Stadt Bern lässt einstweilen offen, ob sie am kommenden Samstag eine «antifaschistische Demonstration» in der Innenstadt tolerieren wird. Ein Gesuch eingereicht haben sie bislang nicht, wie der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Er habe aber Kenntnis vom Aufruf.

«Wir werden die Situation weiterverfolgen», sagte Nause. Zudem werde er den Gemeinderat informieren. Ob sich die Stadtregierung diese Woche näher mit dem Thema befassen wird, liess Nause offen. «Grundsätzlich sind wir jederzeit in der Lage, auf dem Korrespondenzweg einen Beschluss zu fassen – auch in der Ferienzeit.»

«Sicherheitsrisiko»

Ob und welche Sicherheitsmassnahmen ergriffen werden, ist noch nicht bekannt: «Die Situation wird laufend beobachtet und beurteilt», sagt Christoph Gnägi, von der Kantonspolizei Bern, zu DerBund.ch/Newsnet.

Bereits letzte Woche hatten Aktivisten zu einer «antifaschistischen Demonstration» aufgerufen. Der Gemeinderat wollte dies aber nicht zulassen, weil von einem Sicherheitsrisiko ausgegangen werden müsse. Die Polizei verhinderte darauf mit einem Grossaufgebot eine Kundgebung am Freitagabend. (woz/sda)

Erstellt: 10.10.2017, 09:04 Uhr

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