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«Die Umverteilung von Jung zu Alt ist unhaltbar»

Der Bund solle keinen Umwandlungssatz mehr festlegen, fordert Hanspeter Konrad. Dieser sei viel zu hoch, so der Direktor des PK-Verbands im Interview.

Die Pensionskassen fordern von der Politik mehr Spielraum. Foto: Urs Jaudas

Die Pensionskassen fordern von der Politik mehr Spielraum. Foto: Urs Jaudas

Janine Hosp

Herr Konrad, 7 Milliarden Franken werden jedes Jahr in den Pensionskassen umverteilt – von den Arbeitenden zu den Pensionierten. Das kann nicht in Ihrem Sinn sein.
Nein, diese Umverteilung ist unhaltbar. Sie gefährdet nicht nur die Stabilität der Pensionskassen, sie kann auch dazu führen, dass deren Akzeptanz in der Bevölkerung schwindet. Die Ursache der Umverteilung ist der zu hohe Umwandlungssatz von 6,8 Prozent. Dieser verpflichtet die Kassen dazu, so hohe Monats­renten zu zahlen, dass das angesparte Kapital nicht bis zum Lebensende der Rentner reicht. So bleibt nichts anderes übrig, als Geld von den Versicherten zu den Rentnern umzuverteilen. Die Stellschraube wurde schon 2010 falsch justiert, als das Stimmvolk eine Senkung des Umwandlungs­satzes ablehnte.

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