Die Telefonkabine stirbt aus

Jede Schweizer Gemeinde muss eine Telefonkabine haben – so ist es in der Grundversorgung geregelt. Damit dürfte bald Schluss sein.

Nur noch an stark frequentierten Orten wird sie oft genutzt: Eine Telefonkabine an der Zürcher Bahnhofstrasse. (6. Mai 2014)

Nur noch an stark frequentierten Orten wird sie oft genutzt: Eine Telefonkabine an der Zürcher Bahnhofstrasse. (6. Mai 2014) Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Den Telefonkabinen dürfte schon in vier Jahren das letzte Stündchen geschlagen haben. Das schreibt die «Schweiz am Sonntag» mit Verweis auf den neuen Fernmeldebericht des Bundesrats. «Aufgrund der mittlerweile sehr hohen Verbreitung der Mobiltelefone werden die Kabinen praktisch nicht mehr oder höchstens noch an stark frequentierten Orten ihrer Bestimmung gemäss genutzt», schreibt der Bundesrat dort.

Es sei deshalb zu bezweifeln, dass die Kabinen ab 2018 noch Teil der Grundversorgung bilden müssten. Heute muss die Swisscom in jeder Gemeinde mindestens eine Telefonkabine betreiben. Nächstes Jahr wird nun die Definition der Grundversorgung überarbeitet, und das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) will dabei Abschied von den Telefonkabinen nehmen.

«Wir werden wahrscheinlich den Vorschlag machen, dass ab 2018 auf die Kabinen verzichtet werden kann», wird Bakom-Vizedirektorin Annalise Eggimann von der Zeitung zitiert. Bereits heute kann die Swisscom auf den Betrieb von Telefonkabinen verzichten, wenn die jeweilige politische Gemeinde dem Abbau zustimmt. Betrieb die Swisscom im Jahr 2007 noch schweizweit 4900 Kabinen, waren es Anfang 2014 noch 3200. Innert sieben Jahren wurde damit jede dritte Kabine abgebaut. (thu)

Erstellt: 23.11.2014, 18:58 Uhr

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