Die Grünen fordern mehr Schutz der Schweizer Lebensmittel

105'631 Unterschriften haben die Grünen Schweiz bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. Die Fair-Food-Initiative fordert ökologische und soziale Richtlinien für Importprodukte.

Die Grünen setzen sich für Schweizer Lebensmittel ein: Nationalrätin Maya Graf und der ehemalige Nationalrat Josef Lang übergeben in Bundesbern die Fair-Food-Initiative (26. November 2015).

Die Grünen setzen sich für Schweizer Lebensmittel ein: Nationalrätin Maya Graf und der ehemalige Nationalrat Josef Lang übergeben in Bundesbern die Fair-Food-Initiative (26. November 2015).

(Bild: Keystone Dominic Steinmann)

Das Volksbegehren will die hohen Schweizer Lebensmittelstandards schützen und fordert ökologische und soziale Standards für Importprodukte. Gesammelt wurden gemäss Angaben der Partei 123'802 Unterschriften, eingereicht wurden gültige 105'631 Unterschriften. Die Grünen deponierten die Initiative gemeinsam mit den Trägerorganisationen Schweizer Tierschutz, der Kleinbauernvereinigung, Swissaid und KAGfreiland.

Die Fair-Food-Initiative verlangt Lebensmittel aus naturnaher, umwelt- und tierfreundlicher Landwirtschaft mit fairen Arbeitsbedingungen. Sie sei in der Schweiz die einzige konkrete Antwort auf die neuen Freihandelsabkommen mit den USA, meinen die Grünen in einer Mitteilung.

Ernährungsinitiative vom Bauernverband

2014 waren zwei weitere Initiativen lanciert worden, die sich mit den Themen Ernährung und der Landwirtschaft befassen. Der Schweizerische Bauernverband hat seine Ernährungsinitiative ebenfalls schon eingereicht. Sie ist eine Reaktion auf die Agrarpolitik 2014–2017. Der Bundesrat lehnt das Volksbegehren ab.

Von der Bauerngewerkschaft Uniterre wurde die Initiative «Für Ernährungssouveränität. Die Landwirtschaft betrifft uns alle» auf den Weg gebracht. Diese verlangt unter anderem, die einheimische bäuerliche Landwirtschaft zu fördern und auf eine Versorgung mit überwiegend einheimischen Lebens- und Futtermitteln zu achten.

psp/sda

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