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34 Prozent mehr Asylgesuche in der Schweiz

Verglichen zum letzten Jahr, hat haben die Asylgesuche markant zugenommen. Allein im September stellten 4544 Personen einen Antrag. Die Zahl wird wohl wegen des Winters wieder sinken.

In diesem Jahr total 24'212 Personen ein Asylgesuch: Ein asylsuchendes Elternpaar mit zwei Kindern beim Bahnhof Buchs SG. (1. September 2015)
In diesem Jahr total 24'212 Personen ein Asylgesuch: Ein asylsuchendes Elternpaar mit zwei Kindern beim Bahnhof Buchs SG. (1. September 2015)
Dominic Steinmann, Keystone

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Flüchtlingswelle in Europa steigt die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz weiter markant an. Ende September suchten 4544 Personen um Asyl nach. Das waren 645 Asylgesuche mehr als im Vormonat. Abgenommen hat dagegen die Zahl der Asylgesuche von Personen aus Eritrea, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) bekanntgab.

Gegenüber dem Vormonat sanken die Gesuche aus diesem ostafrikanischen Land um 14 Prozent auf 1387. Bis Ende September stellten in diesem Jahr total 24'212 Personen ein Asylgesuch in der Schweiz. Das waren 34 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Aufgrund des schlechteren Wetters rechnet das SEM im November mit weniger Asylgesuchen.

Die Situation bleibe jedoch sowohl in Europa als auch in der Schweiz angespannt. Europa habe sich in den letzten Monaten mit der grössten Migrationsbewegung seit dem Ende des 2. Weltkrieges konfrontiert gesehen. Insgesamt wurden in den EU- und EFTA-Staaten mehr als 400'000 Asylsuchende registriert.

Über 613'000 Menschen über Mittelmeer geflohen

Seit Jahresbeginn sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bereits mehr als 613'000 Migranten und Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa gelangt. Mehr als 3100 seien auf der Überfahrt ums Leben gekommen oder gälten als vermisst, erklärte die Organisation in Genf.

Das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) teilte mit, im Oktober sei die Lage ruhiger gewesen als im September. In den vergangenen Tagen habe es allerdings in Griechenland einen steilen Anstieg der Flüchtlingszahlen gegeben. Dort seien täglich zwischen 70 und 80 Flüchtlingsboote eingetroffen.

sda/afp/slw

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