3,2 Millionen Franken für die Flutopfer auf dem Balkan

Glückskette, Hilfswerke und Bund haben Gelder zur Bewältigung der Überschwemmungen in Bosnien-Herzegowina und Serbien zusammengetragen. Eine Grossspende kommt von einem Telecomanbieter.

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In der Schweiz werden weitere Gelder für die Opfer der Flutkatastrophe auf dem Balkan bereitgestellt. Insgesamt kamen bis Mittwoch über 3,2 Millionen Franken für diverse Hilfsprojekte in den Katastrophengebieten zusammen.

Die drei Hilfswerke Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK), Caritas Schweiz und das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) stellten zwei Millionen Franken zur Verfügung.

Grossspende von der Swisscom

Die Glückskette hatte bis Mittwoch rund 667'000 Franken gesammelt. Davon kommen 500'000 Franken von der Swisscom. Der Telekommunikationsriese ist zudem im Gespräch mit Telecomanbietern vor Ort, um technischen Support anzubieten, wie es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch heisst.

Man wolle sich mit den vom Unwetter betroffenen Menschen auf dem Balkan solidarisch zeigen, wird Stefan Nünlist, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Swisscom, in der Mitteilung zitiert. «Viele Kolleginnen und Kollegen bei Swisscom stammen aus dieser Region.»

Auch der Swisscom-Konkurrent Sunrise zeigt sich solidarisch. Das Unternehmen spendet einen fünfstelligen Frankenbetrag an das Hilfswerk World Vision Schweiz. Dieser Betrag werde zweckgebunden verwendet, um die Leidtragenden in den Hochwassergebieten des Balkans zu unterstützen, heisst es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.

Lebensmittel und Trocknungsgeräte

Caritas setzt mit seinem Beitrag von 500'000 Franken das Geld für Nothilfe und den Wiederaufbau in Bosnien-Herzegowina und Serbien ein. Zusammen mit Partnerorganisationen würden vor Ort Lebensmittel und Hygieneartikel verteilt, heisst es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.

Das Heks, welches 250'000 Franken bereitstellte, konzentriert sich derweil darauf, überflutete Häuser in ländlichen Gemeinden Westserbiens wieder bewohnbar zu machen. Die Dorfbewohner würden mit technischen Hilfsmitteln wie Trocknungsgeräten oder Baumaterial unterstützt, heisst es in einer Medienmitteilung.

Eine halbe Million vom Bund

Am Dienstag hatte der Bund mitgeteilt, für die humanitäre Hilfe vor Ort ein Budget von einer halben Million Franken bereitzustellen. Zudem werden acht Fachleute in die Region geschickt, um die Helfer vor Ort zu unterstützen. Ein Schweizer Helikopter der Kosovo Force (KFOR) wurde am Dienstag ebenfalls ins Überschwemmungsgebiet entsandt.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) stellte bereits zuvor 1,3 Millionen Franken zur Verfügung. Übers Wochenende seien unter anderem 9000 Essenskonserven, 2000 Liter Trinkwasser, Gummistiefel, Decken und Matratzen verteilt worden, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Zum Trocknen der Räume habe das SRK 20 Entfeuchtungsmaschinen zur Verfügung gestellt. (mw/sda)

Erstellt: 21.05.2014, 13:40 Uhr

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