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260'000-Franken-Fallschirm für den Ex-Luftwaffenchef?

Walter Knutti soll vorzeitig in Pension gehen. Der Bundesrat diskutiert heute die Abgangsmodalitäten für den Drei-Sterne-General, der zum Rücktritt gezwungen wurde.

Bekommt Korpskommandant Walter Knutti eine neue Aufgabe oder geht er vorzeitig in Pension? Diese Frage stand im Raum, nachdem der frühere Chef der Luftwaffe am 21. Juni seinen Rücktritt eingereicht hatte. Er ging nicht freiwillig. Knutti wurde zur Demission gezwungen- vom inzwischen selbst zurückgetretenen Armeechef Roland Nef. Dieser warf Knutti Unregelmässigkeiten bei der Kaderselektion vor, die auch den für die tragische Bootsfahrt auf der Kander verantwortlichen Kompaniekommandanten betrafen. Knutti blieb aber auch nach seinem Rücktritt Korpskommandant. In den letzten Wochen wurde darum auch die Option geprüft, Knutti auf einem anderen Posten weiter zu beschäftigen.

Auflösung des Arbeitsverhältnisses

Der Bundesrat will aber jetzt dem Rätselraten um die Zukunft des früheren Luftwaffenchefs ein Ende bereiten. Er diskutiert heute über die Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit Korpskommandant Knutti. Der 60 jährige Offizier soll vorzeitig in Pension gehen. Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag, der eine Abgangsentschädigung in Höhe eines Jahresgehaltes vorsieht – das würde einem Betrag von knapp über 260'000 Franken entsprechen. Er soll ausserdem seinen Lohn noch bis Ende Februar 2009 weiterbeziehen. Dies zeigen Recherchen von Redaktion Tamedia. Zum Vergleich: Armeechef Roland Nef erhielt für seine «Kündigung» eine Abgangsentschädigung von 275'000 Franken. Er bezieht zudem noch seine Lohn bis Ende Februar 2009.

Viele vorzeitige Abgänge unter Samuel Schmid

Unter Verteidigungsminister Samuel Schmid kam es zu vielen vorzeitigen Abgängen und Versetzungen an der Spitze der Armee. Nebst Armeechef Roland Nef und Korpskommandant Walter Knutti mussten auch Generalsekretär Juan Gut, Korpskommandant Jacques Dousse, Korpskommandant Luc Fellay sowie die Divisionäre Hans-Ulrich Solenthaler, Werner Bläuenstein und Ulrich Zwygart gehen oder den Job wechseln.

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