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Die 20 wichtigsten und skurrilsten eidgenössischen Wahlen

Heute wählt die Schweiz zum 51. Mal ihr Parlament. Zeit für einen Schnelldurchlauf durch 170 Jahre unserer Demokratie.

Markus Häfliger@M_Haefliger
Philipp Loser@philipploser

Am Anfang ist das Chaos1848

Im September 1848 ist die Staatsgründung perfekt, das Schweizer Volk hat die neue Bundesverfassung angenommen. Was der neuen Schweiz jetzt noch fehlt, sind ein Parlament und eine Regierung. Die alte Tagsatzung drückt aufs Tempo und weist die Kantone an, die Wahlen «sofort vorzunehmen». Pro 20'000 «Seelen», so heisst es in der Verfassung, gibt es einen Nationalrat. Viel mehr Regeln sind da nicht, es wird improvisiert und manipuliert, die Kantone organisieren die Wahlen, wie sie wollen, und nicht einmal alle am gleichen Tag. Selbst vor üblen Tricks schrecken manche nicht zurück. Vielerorts sind die Wahlversammlungen auf 11 Uhr vormittags angesetzt, um die Lohn­abhängigen vom Wählen abzuhalten. Der freisinnige Block, der damals noch nicht als Partei organisiert ist, holt 96 von 111 Sitzen.

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