100-Jährige wartet noch immer auf ihr Geld

Die Seniorin kämpft seit sechs Jahren gegen die zu hohe ­Heimrechnung, die ­Zürcher ­Regierung gab ihr recht. Trotzdem wird der Fall weiter ­verschleppt.

Luise K. hat sich gegen eine massive Erhöhung der Altersheimrechnung mit einer Beschwerde gewehrt. Darauf kündigte ihr die Gemeinde zuerst den Heimplatz. Diese Massnahme mussten die Dorfoberen zurücknehmen. Foto: Michele Limina

Luise K. hat sich gegen eine massive Erhöhung der Altersheimrechnung mit einer Beschwerde gewehrt. Darauf kündigte ihr die Gemeinde zuerst den Heimplatz. Diese Massnahme mussten die Dorfoberen zurücknehmen. Foto: Michele Limina

Catherine Boss@catboss1

In sechs Monaten wird ­Luise K.* 101 Jahre alt. Sie sitzt fast den ganzen Tag in ihrem Rollstuhl am Fenster ihres Zimmers im Altersheim. Meist ist es still. Nur ab und zu stellt sie sozusagen als Hintergrundgeräusch den Fernseher an, obwohl sie das Programm praktisch weder hören noch sehen kann. Nur wenn Roger Federer spielt, schaut sie hin, sie könne, ganz verschwommen, seinen typischen Aufschlag erkennen, sagt sie. «Und sonst sehe ich Farben draussen, das Blau des Himmels, das Gelb der Forsythien, die jetzt blühen.»

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