Zum Hauptinhalt springen

Sozialhilfe darf nicht Armenhilfe werden

Die Kantone sollten auf Reformen drängen, statt auszutreten.

Der Sozialstaat steht vor einem Schicksalsjahr. Falls das Zürcher Kantons­parlament 2015 aus der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) austritt, um sich nicht mehr an deren Richtlinien halten zu müssen, dürften die meisten Deutschschweizer Kantone dem Beispiel folgen. Damit würde ein unwürdiger Leistungswettbewerb nach unten einsetzen: Ohne verbindliches nationales Regulativ will jeder Kanton möglichst unattraktiv für Sozialhilfeempfänger werden.

Längst geht es bei der Kritik nicht mehr um Ferrari fahrende Sozialbetrüger. Bürgerliche Parteien von der SVP über die FDP bis zur GLP stellen das Sozialhilfesystem grundsätzlich in Frage: Die Richtlinien der Skos seien starr, und die Bezüger würden auf hohem Niveau gehalten.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.