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Rickli fordert strikteres Verbot von Kinderehen

Eheschliessungen mit Minderjährigen werden in der Schweiz unter bestimmten Bedingungen toleriert. SVP-Nationalrätin Natalie Rickli will das ändern.

SVP-Nationalrätin Natalie Rickli fürchtet, dass es bei Kinderehen eine grosse Dunkelziffer gibt.
SVP-Nationalrätin Natalie Rickli fürchtet, dass es bei Kinderehen eine grosse Dunkelziffer gibt.
Keystone

In Deutschland ist es ein grosses Politikum. Gerade heute berichtete das Boulevardblatt «Bild» prominent über ein mögliches Verbot von Kinderehen. In unserem Nachbarland leben 1475 verheiratete Kinder und Jugendliche, in 361 Fällen sind die Betroffenen jünger als 14 Jahre. Allerdings gab es nun eine unerwartete Wende: Während die CDU/CSU ein eindeutiges Verbot fordert, redet sich ihr Koalitionspartner um Kopf und Kragen. Geht es nach dem SPD-Justizminister Heiko Maas, so sollen Kinderehen künftig nur von Gerichten aufgelöst werden, wenn das Kindeswohl des minderjährigen Ehepartners gefährdet sei. Noch Anfang November erklärte Mass, dass Ehen von Minderjährigen in Zukunft «ausnahmslos» verboten werden müssten. Das Gesetz zum Verbot von Kinderehen wird voraussichtlich 2017 verabschiedet.

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