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Pfadigruppe zwingt SBB zum Umdenken

Verlorene Kollektivbillette wollen die SBB in Zukunft kostenlos ersetzen. Der Fall einer Pfadigruppe, die mehr als 800 Franken nachbezahlen musste, hat den Ausschlag gegeben.

Der Verlust eines Kollektivbilletts kann teuer werden: Pfadfinder besteigen einen Sonderzug ins Bundeslager. (2. August 2008)
Der Verlust eines Kollektivbilletts kann teuer werden: Pfadfinder besteigen einen Sonderzug ins Bundeslager. (2. August 2008)
Keystone

Eine 30-köpfige Pfadigruppe aus dem Zürcher Oberland erlebte vor der Rückreise aus dem Lager eine böse Überraschung: Weil die Pfadfinder ihr über 800 Franken teures Kollektivbillett verloren hatten, mussten sie ein zweites lösen. Wie die Sendung «Espresso» von Radio SRF1 am Dienstag berichtete, verlangten dies die SBB – obwohl die Reise angemeldet, das Billett persönlich und eine Quittung vorhanden war. Die Gruppe hatte sich vor Antritt der Rückreise vorsichtshalber bei der Hotline sowie am Bahnschalter erkundigt. Auf Nachfrage von «Espresso» teilten die SBB mit, dass dies ihre Praxis im Umgang verlorenen Kollektivbilletten sei.

Der Radiobeitrag führte zu empörten Reaktionen, die bei den SBB ein Umdenken ausgelöst haben. Heute vermeldete «Espresso», dass die Bahn künftig Kollektivbillette gegen Vorweisen der Quittung ersetzen will. Eine Sprecherin bestätigte dies. Wann genau es zur «Systemumstellung» komme, stehe allerdings noch nicht fest. Der Pfadigruppe schenkten die SBB einen Gutschein in der Höhe des Preises des zweiten Billetts.

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