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Luftwaffe verbietet heikles Manöver

Was brachte die F/A-18 zum Absturz? Ein Triebwerk könnte mitverantwortlich gewesen sein. Flüge mit steilen Winkeln sind künftig tabu.

Im französischen Département Doubs stürzte im Oktober 2015 eine Maschine der Schweizer Armee ab. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. (14. Oktober 2015)
Im französischen Département Doubs stürzte im Oktober 2015 eine Maschine der Schweizer Armee ab. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. (14. Oktober 2015)
Sebastien Bozon, AFP
Bergungskräfte und Feuerwehr waren vor Ort. (14. Oktober 2015)
Bergungskräfte und Feuerwehr waren vor Ort. (14. Oktober 2015)
Sebastien Bozon, AFP
Bereits am 23. Oktober 2013 stürzte ein Flugzeug desselben Typs in Alpnachstad, Kanton Obwalden, ab. (23. Oktober 2013)
Bereits am 23. Oktober 2013 stürzte ein Flugzeug desselben Typs in Alpnachstad, Kanton Obwalden, ab. (23. Oktober 2013)
Keystone
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Die Ursache für den Absturz ist noch nicht geklärt – Spekulationen werden laut. Hat der Pilot die Orientierung verloren? Warum ist der F/A-18-Zweisitzer am Montag über dem französischen Jura abgestürzt? Es lag wohl an mindestens einem der beiden Triebwerke, wird in Pilotenkreisen spekuliert, schreibt die «Zentralschweiz am Sonntag». Anscheinend ist der Kampfjet ein langsames Manöver mit grossem Anstellwinkel geflogen. Bei solchen Manövern zeigt die Nase des Flugzeuges steil nach oben, während es sich horizontal vorwärtsbewegt. Ein grosser Teil des Auftriebs wird dabei von den Triebwerken und nur ein kleiner Teil von den Tragflächen erzeugt.

Wenn in einer solchen Situation ein Triebwerk wegen eines technischen Defekts oder ungenügender Luftzufuhr abstellt, kann die Maschine durch den plötzlichen einseitigen Leistungsabfall abkippen und an Höhe verlieren. Bei tiefen Flughöhen hat der Pilot keine Zeit mehr, um in einem Sinkflug Geschwindigkeit aufzunehmen.

Die Luftwaffe hat die Weisung erlassen, dass nicht mehr mit grossen Anstellwinkeln geflogen werden darf, bis man mehr weiss. Die laufenden Einsätze der Luftwaffe sind dadurch aber nicht beeinträchtigt.

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