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Entführer hatte «emotionale Probleme»

Nach der Entführung eines äthiopischen Flugzeugs nach Genf hat sich ein Onkel des Täters geäussert. Die Staatsanwaltschaft kündigt derweil eine Anklage wegen Geiselnahme an.

«Viele merkten wohl erst in Genf, dass etwas Ausserplanmässiges geschehen ist»: Polizisten beobachten einen Passagier, der das Flugzeug der Ethiopian Airlines in Genf verlässt.
«Viele merkten wohl erst in Genf, dass etwas Ausserplanmässiges geschehen ist»: Polizisten beobachten einen Passagier, der das Flugzeug der Ethiopian Airlines in Genf verlässt.
Richard Juilliart, AFP
Gelandet: Das Flugzeug der Ethiopian Airlines wurde auf dem Weg von Addis Abeba nach Rom entführt und landete am internationalen Flughafen in Genf. (17. Februar 2014)
Gelandet: Das Flugzeug der Ethiopian Airlines wurde auf dem Weg von Addis Abeba nach Rom entführt und landete am internationalen Flughafen in Genf. (17. Februar 2014)
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Passagiere werden in Genf aus der entführten Maschine der Ethiopian Airlines evakuiert. (17. Februar 2014)
Passagiere werden in Genf aus der entführten Maschine der Ethiopian Airlines evakuiert. (17. Februar 2014)
Salvatore Di Nolfi, Keystone
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Der 31-jährige Co-Pilot, der die Maschine auf dem Weg nach Rom in seine Gewalt gebracht hatte, sei wegen des plötzlichen Tods eines anderen Onkels verstört gewesen, sagte heute Alemu Asmamow, ebenfalls ein Onkel. Offen blieb, woran der Onkel starb.

Offiziell hatte es geheissen, der junge Mann habe die Maschine der Ethiopian Airlines mit 200 Menschen an Bord in die Schweiz entführt, um dort Asyl zu beantragen. Nach Angaben eines Passagiers drohte er während des Flugs sogar damit, die Maschine abstürzen zu lassen. Nach der Landung in der Schweiz wurde er festgenommen. Die Polizei in Genf sagte, der Mann habe angegeben, sich in Äthiopien bedroht zu fühlen. Keiner der Passagiere oder Besatzungsmitglieder wurde verletzt.

Bis zu 20 Jahre Haft

Die Maschine vom Typ Boeing 767-300 war in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba zu einem Nachtflug gestartet. Als der Pilot zur Bordtoilette ging, schloss sich sein Co-Pilot im Cockpit ein und steuerte die Maschine nach Genf.

In Genf kündigte Staatsanwalt Olivier Jornot derweil eine Anklage wegen Geiselnahme an, auf die bis zu 20 Jahre Haft steht.

SDA/ldc

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