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Echter Test für Bilaterale folgt erst

Das überwältigende Nein zu Ecopop stärkt den Befürwortern einer pragmatischen Zuwanderungspolitik den Rücken. Wie viel es wirklich wert ist, wird sich aber erst später zeigen.

Die Schweizer schlagen die Türe zu Europa nicht zu. Wenige Monate nach dem knappen Ja zur Masseneinwanderungsinitiative gibt es ein klares Nein zu einer Zuwanderungsbegrenzung, die so radikal gewesen wäre, dass sie die bestehenden Vertragsbeziehungen zur EU gesprengt hätte. Am Abstimmungssonntag hat sich jene Schweiz geregt, die trotz Wachstumsstress das Bewusstsein nicht verloren hat, wie wichtig für uns ein geordnetes Verhältnis zur EU ist.

Das Ringen um die künftige Zuwanderungspolitik ist damit nicht entschieden. Ob die Schweiz die Personenfreizügigkeit weiterführen wird, ist offen und damit auch die Grundsatzfrage weiterhin in der Schwebe, ob auf eine lange Phase der fortschreitenden Integration der Schweiz in die EU schon bald ein Teilrückzug aus der bilateralen Zusammenarbeit folgt. Viele im Land sehnen sich nach einem beschaulichen Leben hinter dem Gartenzaun, abgeschirmt vom kühlen Wettbewerbswind der Globalisierung, unbehelligt von ausländischen Arbeitskollegen.

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