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Die Bürgerlichen machen etwas Boden gut

Rechtsbürgerliche Wende im Bundesrat? Unsinn. Falls die Bundesratsmehrheit dank der Wahl von Ignazio Cassis aber etwas wirkungsvoller wird, schadet das der Schweiz nicht.

Die Tessiner haben nach 18 Jahren wieder einen Bundesrat: Ignazio Cassis.
Die Tessiner haben nach 18 Jahren wieder einen Bundesrat: Ignazio Cassis.
Peter Klaunzer, Keystone

Die Freude der Tessiner über ihren Bundesrat ist Grund zur Freude für das ganze Land. Die italienischsprachige Minderheit nach 18 Jahren wieder mit etwas Prestige, Einfluss und – faktisch – ein paar zusätzlichen Posten in der Bundesverwaltung zu bedienen: Das gehört zur Schweiz. Das Land, das seine Existenz föderalistischer Rücksicht verdankt, löst sein Versprechen ein, auch an jene südlich der Alpen zu denken. Dass ein Secondo Bundesrat wird, ist ein weiterer Grund sich zu freuen; solche Karrieren sind in der Schweiz möglich, ohne dass viel Aufhebens darum gemacht wird.

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