Zum Hauptinhalt springen

Nach Protest von Tierschützern«Schweine herabgesetzt»: Stadt Bern zieht Plakat aus dem Verkehr

Die Stadt Bern zeigt Verständnis für die Kritik von Tierschützern und will ein Plakat ihrer Anti-Littering-Kampagne nicht mehr einsetzen.

Stein des Anstosses ist dieses Anti-Littering-Plakat.
Stein des Anstosses ist dieses Anti-Littering-Plakat.
Foto: Stadt Bern

Die Stadt Bern und elf weitere Aare-Gemeinden verzichten im Rahmen ihrer Anti-Littering-Kampagne künftig auf ein Plakat, das Tierschützern missfällt. «Lieber ein Schwein auf dem Grill als eine Saubande drumrum», lautet der Spruch auf dem Plakat.

Das stört Tierschützer aus mehreren Gründen, wie die Berner Stadträtin Eva Gammenthaler (Alternative Linke) in einer Kleinen Anfrage schrieb. So legitimiere das Plakat den Verzehr von Schweinen und damit die Verletzung ihrer Grundinteressen.

«Reinliche Tiere»

Zudem würden die Tiere durch den Ausdruck «Saubande» herabgesetzt. Schweine seien bekanntlich sehr reinliche Tiere.

Der Gemeinderat zeigt in seiner am Donnerstag publizierten Antwort Verständnis für die Kritik. Die Plakate sollten die Bevölkerung auf humorvolle Weise dazu ermuntern, ihren Abfall nicht liegen zu lassen. Das Plakat mit dem Schwein sei «in der Tat etwas unglücklich ausgestaltet». Es werde künftig nicht mehr eingesetzt.

SDA

3 Kommentare
    Falegname

    Dass die Behörden dem Anliegen stattgegeben haben, ist das Tüpfli auf dem i dieser abstrusen Geschichte.