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SchneeschuhboomSchritt um Schritt hoch hinaus

Das Juliergebiet ermöglicht Schneeschuhgängern Touren im hochalpinen Gelände. In der weissen Wildnis zwischen Oberhalbstein und Engadin wartet die Begegnung mit winterlichen Naturphänomenen.

Schneeschuhlaufen in Bivio: Abstieg durch den Pulverschnee.
Schneeschuhlaufen in Bivio: Abstieg durch den Pulverschnee.
Foto: Monika Neidhart

Bestechend einfach erklärt Bergführer Rolf Sidler, wie man sich vor Lawinen im hochalpinen Gelände schützt: «Macht es wumm, kehr um.» Für die zehn Schneeschuhtourenläufer, die beim Ospizio La Veduta auf 2238 Meter über Meer an der Julierstrasse stehen, gibt es keinen Grund umzukehren. Alle tragen Lawinensuchgerät, Schaufel und Sonde auf sich. Die Lawinengefahr wird an diesem Wintertag als mässig eingestuft.

Es ist kurz nach neun Uhr, trutzig steht der Piz da las Coluonnas fast senkrecht vor der Gruppe. Der ruppige Anstieg liegt in seinem Schatten. Windböen wirbeln Schnee auf. Schneekristalle treffen wie Nadelspitzen auf die Haut. Die Jackenkragen sind hochgeschlossen, die Mützen tief ins Gesicht gezogen. Noch ahnt niemand die Schönheit des Tages. Schritt für Schritt geht es fast meditativ bergan. Allein das Knirschen beim Schreiten über härtere Schneeschichten durchbricht die Stille.

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