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Kunst beim BestatterSchmetterlinge und Leichenfinger

Wenn der Tod die Koffer packt und die Kunst einzieht: Im ehemaligen Schauraum eines Bestatters hat der Berner Fotograf Alexander Jaquemet eine beflügelnde Ausstellung eingerichtet.

Alexander Jaquemet hat der räumlichen Enge eine leichte, dezente Arbeit entgegengesetzt.
Alexander Jaquemet hat der räumlichen Enge eine leichte, dezente Arbeit entgegengesetzt.
Foto: Alexander Jaquemet

Der Tod ist ausgezogen. Jetzt ist alles weiss. Nur die niedrige Decke, die wie eine Trauerweide in den Raum hängt, erinnert daran, dass sich hier an der Münstergasse 4 bis vor kurzem der Schauraum des Bestattungsinstituts Egli befand – über 40 Jahre lang. Der Sarg in der Mitte des Raums, die Vitrinen mit den Urnen, die verstaubten Stoffblumen: alles verschwunden. Nun liegt in der Ecke eine Zitrone. «Weil der Tod sauer ist», so Alexander Jaquemet, der Fotograf, der hier seine Ausstellung mit dem dichterischen Titel «Wie der Eisvogel Feuer fängt» eingerichtet hat.

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