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Eintauchen ins «Bund»-ArchivSchlagende «Dirnen» und heisse Recherchen beim «Presse-Essen»

Die Suche nach «Bund»-Artikeln aus früheren Jahren wird massiv vereinfacht: Die Ausgaben seit 1850 sind neu in digitaler Form zugänglich. Bericht von einem Streifzug in die Vergangenheit, der fast nicht mehr enden wollte.

Der allererste «Bund» vom 1. Oktober 1850: Er kostete «1 Batzen».
Der allererste «Bund» vom 1. Oktober 1850: Er kostete «1 Batzen».
Foto: Adrian Moser

Wie konnte man das nur so sehen? Das fragt man sich bei der historischen «Bund»-Lektüre – und ahnt, dass sich spätere Generationen ebenso über unseren Zeitgeist wundern werden. Nehmen wir das Rauchen, das fast nur noch in «Schäm di»-Ecken gestattet ist. 1963 fragt der «Bund» schnippisch, ob Rauchen im Tramanhänger wirklich verboten werde und weshalb dies der Verkehrsbetrieb SVB nicht offen sage. Bei einer Kundenumfrage seien «beleidigende, unfreundliche, ja gemeine Kommentare» auf die Zettel notiert worden. «Offenbar herrscht doch weitherum dicke Luft. Ungefähr wie in einem verrauchten Tramanhänger.» Das Tram gilt seit den 1950er-Jahren als Relikt, es sei «nicht mehr das geeignete Verkehrsmittel im modernen Verkehr» und werde «einem andern Verkehrsmittel den Platz abtreten» müssen, heisst es im Artikel. Heute gibt es Pläne, das Tram wieder in die Länggasse fahren zu lassen.

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