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Messerscharfer PodcastSchätzchen Rembrandt

Die Basler Ausstellung zur Faszination des niederländischen Malers mit dem Orient ist geschlossen, aber ein Podcast rückt Rembrandt auf die Pelle.

Rembrandts orientalische Träume: «Brustbild eines Mannes in orientalischer Kleidung» (1635).
Rembrandts orientalische Träume: «Brustbild eines Mannes in orientalischer Kleidung» (1635).
Foto: Rijksmuseum Amsterdam

Das Kunstmuseum Basel hat Pech mit seiner Ausstellung «Rembrandts Orient», denn der Name des alten Holländers reicht normalerweise, um die Säle zu füllen. Nicht aber im Jahr 2020: Nach wenigen Wochen des Betriebs auf Sparflamme zwingt die unerbittliche Pandemie das Museum zur Schliessung.

Umso neugieriger hört man in den Podcast hinein, welcher den Titel «Rembrandt habibi» trägt und die Ausstellung nicht zu ersetzen versucht, sondern sie um neue Sichtweisen ergänzt. Hier hört man die Postkolonialismus-Spezialistin Amina Aziz, die Rembrandt eben schon mal «habibi», also Schätzchen, nennt, und die Unbekümmertheit anprangert, mit der im Holland des 17. Jahrhunderts orientalische Inszenierungen als Dekor benutzt wurden, ohne dass man nach ihrem kulturellen Hintergrund fragte.

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