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Eishockey und CoronaSCB-Teamarzt: «Ansteckungen auf dem Eis sind wohl möglich»

Etliche Spieler des SC Bern befinden sich zum dritten Mal in Quarantäne. Laut Teamarzt Martin Schär erhöht sich die Verletzungsgefahr.

Miro Zryd am Boden – das Bild hat Symbolcharakter: Der SCB liegt flach.
Miro Zryd am Boden – das Bild hat Symbolcharakter: Der SCB liegt flach.
Foto: Urs Lindt (Freshfocus)

Das Coronavirus ist unberechenbar. Der SC Bern galt im Umgang mit Covid-19 anfänglich als Musterknabe. Und nun befindet sich die Mannschaft innert knapp sieben Wochen zum dritten Mal in Quarantäne. Nachdem beim finnischen Goalie Tomi Karhunen schon der Schnelltest vom Donnerstag eine Infektion angezeigt hatte, ergab der PCR-Test 13 weitere positive Ergebnisse, davon 3 bei Staff-Mitgliedern. Bei den Spielern sind es mittlerweile 22 Corona-Fälle – die Mannschaft des SC Bern ist fast durchseucht.

Bei professionellen Eishockeyspielern handelt es sich um junge, topfitte Männer. Daher die Frage an Martin Schär, Teamarzt der Mutzen: Hätte man nicht besser von Anfang an eine Durchseuchung angestrebt? «Das finde ich nicht», antwortet Schär. «Wir haben bisher Glück gehabt, die Spieler mit Symptomen waren etwas grippig, litten an Rückenschmerzen und zum Teil an Geschmacksstörungen. Aber ich weiss von jungen Menschen, die auch fünf Monate nach der Erkrankung noch nicht merken, was sie essen – das ist sehr, sehr unangenehm.» Zudem sei Spitzensport heikel. «Wenn man den Körper nach einem Infekt, über den man noch sehr wenig weiss, stark belastet, besteht ein gewisses Langzeitrisiko.»

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