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Postmodernism. Style and Subversion 1970–1990

Nicht verpassen: Noch bis 28. Oktober ist das Victoria and Albert Museum London (V&A) mit der erfolgreichen Ausstellung «Postmodernism. Style and Subversion 1970–1990» im Landesmuseum Zürich zu Gast. Erstmals wird die Epoche der Postmoderne in einer umfassenden Schau mit internationalen Objekten aus den Bereichen Architektur, Kunst, Mode, Grafik, Musik und Design gewürdigt. Das Landesmuseum ergänzt die Ausstellung mit wichtigen Schweizer Vertretern der Postmoderne.

Wie präsent diese Epoche ist, zeigen die Reaktionen Besucherinnen und Besucher. Der Ausstellungsbesuch lässt einen die Wirkung der Postmoderne aufs eigene Leben sowie auf Kultur und Praxis des Designs erleben und insbesondere das jüngere Publikum kann diese Periode in der Geschichte von Kunst und Design für sich entdecken.

Die Postmoderne ist Reaktion und Gegenbewegung auf die Orthodoxie der Moderne und gegen deren zunehmend als totalitär empfundenen Purismus. Mit der Postmoderne begannen Künstler und Gestalter Subkultur aufzuwerten. Eine neue Vielfalt von Form, Farbe, Material, Stil und Stilisierung schafft sich ihren Platz. Vermeintlich unumstössliche Wahrheiten des «Connaisseurs» werden mit Eigenständigkeit, Sinn für Freiheit und Pluralität relativiert.

Noch bis 28. Oktober zeigt das Landesmuseum Zürich die Entwicklung der postmodernen Bewegung, gegliedert in drei grob chronologisch geordnete Teile, in denen die wesentlichen Aspekte der Postmoderne zum Ausdruck kommen. Der erste Teil konzentriert sich auf die Architektur. Der zweite Teil widmet sich der Hochblüte der Postmoderne: Design, Musik, Grafik, Performance und Club-Kultur der 1980er Jahre, während der letzte Teil die Kultur der Kommerzialisierung behandelt. Die Postmoderne lässt unterschiedlichste ästhetische Kriterien zeitgleich gelten oder verzichtet gar auf richtungsweisende Kennzeichen. Ein Kriterium überlebt aber: der kommerzielle Erfolg. Die Ausstellung endet in der Periode des wirtschaftlichen Booms und entlässt den Besucher mit diesem Paradox der Postmoderne. Und mit der Aufforderung, sich selbst die heutige Relevanz der Postmoderne vor Augen zu führen – etwa beim Cloud-Computing oder beim Sampling.

Über 150 internationale und nationale Werke sind in der 800 m2 grossen Ausstellung zu entdecken, u.a. von Aldo Rossi, Ai Weiwei, Vivienne Westwood, Andy Warhol, Talking Heads, Ridley Scott oder Laurie Anderson. Exemplarisch für die Schweiz sind Fischli/Weiss, Mario Botta, Yello, Trix und Robert Haussmann und Pipilotti Rist.

V&A London und Landesmuseum Zürich: eine erfreuliche Kooperation

Mit «Postmodernism. Style and Subversion 1970–1990» geht das Schweizerische Nationalmuseum erstmals eine Zusammenarbeit mit dem Victoria and Albert Museum London ein – dem weltweit führenden Museum für Kunst und Design. In vielerlei Hinsicht ist die Kooperation mit dem V&A bereichernd. Das Landesmuseum Zürich freut sich, diese erfolgreiche Ausstellung aus London zu präsentieren.

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