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Nachhaltigkeit als Erfolgsgeheimnis für die nächsten hundert Jahre

100-Jahr-Jubiläum Sika Mit einer Auftaktveranstaltung an der ETH Zürich feierte der Industriekonzern Sika seinen runden Geburtstag. Im Zentrum stand das Thema Nachhaltigkeit, das Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Konzerns geprägt hat.

Peter Hegglin, Finanzdirektor des Kantons Zug, Andreas Hotz, Gemeindepräsident von Baar, Ernst Bärtschi, CEO von Sika und Matthias Michel, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Zug.
Peter Hegglin, Finanzdirektor des Kantons Zug, Andreas Hotz, Gemeindepräsident von Baar, Ernst Bärtschi, CEO von Sika und Matthias Michel, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Zug.

Mehr als 200 Gäste waren am Freitag 19. März an der ETH Zürich eingeladen, um ein Jubiläum der besonderen Art zu feiern. Die Vertreter aus Wirtschaft und Politik waren sich einig, dass die Sika nicht nur eine Erfolgsgeschichte, sondern auch ein ausserordentlich beständiges und nachhaltiges Unternehmen ist. „Es ist selten, dass ein Unternehmen 100 Jahre alt wird und noch immer die gleiche Besitzerfamilie und das gleiche Logo hat“, erklärte ETH-Professor Ulrich W. Suter in seiner Einführungsrede.

Im Jahre 1910 hatte Firmengründer Kaspar Winkler sein erstes Produkt auf den Markt gebracht: Sika 1. Acht Jahre später gelang ihm damit der wirtschaftliche Durchbruch bei der Abdichtung des ersten Eisenbahntunnels durch den Gotthard. Heute ist der neue Basistunnel, der dieses Jahr seinen Durchstich feiert, wiederum ein wichtiges Projekt für den Konzern. Sika beliefert als Unternehmen der Spezialitätenchemie die Bau- und Fertigungsindustrie, ist in mehr als 70 Ländern tätig und erarbeitet mit 12'000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 4,2 Milliarden Franken.

Ernst Bärtschi, CEO von Sika, betonte in seiner Ansprache, dass das Jubiläum ein Meilenstein für das Unternehmen und die Gründerfamilie Burkard sei, welche auch Mehrheitsaktionärin ist: „Als Konzern müssen wir wissen, woher wir kommen, damit wir entscheiden können, wohin wir gehen.“ Die Welt stehe heute vor grossen Herausforderungen, die mit intelligenten Lösungen gemeistert werden müssten. Es gehe darum, die begrenzten Ressourcen für immer mehr Menschen nutzbar zu machen.

Sika versuche bewusst mit Universitäten und jungen Akademikern Antworten auf diese Herausforderungen zu formulieren. „Wir sind auf die Jugend angewiesen bei der Suche nach einem Weg, der uns vom hemmungslosen Wohlstandsdenken zum nachhaltigen, qualitativen Wohlbefinden führt“, sagte Ernst Bärtschi weiter. Im Zentrum des Jubiläumsjahres steht deshalb das Thema Nachhaltigkeit. Als weltweit grösster Hersteller von Bauchemikalien fühlt sich Sika verpflichtet, ihre schon heute dominante Position im Bereich Nachhaltigkeit beim Bauen und der industriellen Fertigung weiter zu entwickeln.

„Die Welt befindet sich im Übergang zur Nachhaltigkeit. Es geht nicht anders auf einem Planeten, den bis in vierzig Jahren neun Milliarden Menschen bevölkern werden“, erklärte der Hauptredner Björn Stigson vom World Business Council for Sustainable Development (WBCSD), einem Zusammenschluss von mehr als 200 Unternehmen in 35 Ländern. Um diesen Übergang zu schaffen, brauche es Unternehmen wie Sika, die mit ihren innovativen Produkten Lösungen für die wichtigsten Probleme des Planten Erde aufzeigten. Der WBCSD sieht sich als Vermittler, der Unternehmen das Konzept der nachhaltigen Entwicklung nahebringt. Wichtiger Bestandteil dieser Philosophie ist es, dass Unternehmen nur dann nachhaltig operieren, wenn sie auch Geld verdienen können.

„Die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Umwelt stehen in den nächsten Jahrzehnten vor gewaltigen Herausforderungen, die sich nur mit vereinten Kräften bewältigen lassen“, erklärte Stigson weiter. Die Unternehmen spielten dabei eine entscheidende Rolle, indem sie mit innovativen Technologien neue Wege aufzeigten. Damit diese Erfolg haben, brauchen sie aber gerechte und stabile Gesellschaften. Das Ziel von Björn Stigson und dem WBCSD ist die sogenannte Vision 2050: „Neun Milliarden Menschen leben angemessen gut innerhalb der Limiten unseres Planeten Erde.“

Anschliessend gab Urs Mäder, Forschungs- und Entwicklungschef von Sika einen Einblick in die neue Web-Show des Unternehmens. Diese informiert über nachhaltige Entwicklungen und Projekte bei Sika. Der Konzern sucht zusammen mit angehenden Studenten und jungen Ingenieuren nach neuen Wegen und Lösungen bei Prozessmaterialien und in der Bauindustrie. Im Jubiläumsjahr haben Interessierte aus aller Welt die Möglichkeit, bei grossen, komplexen Bau- und Forschungsprojekten mitzuarbeiten. Dabei steht die Entwicklung von Produkten und Prozessen im Sinn der Nachhaltigkeit im Mittelpunkt.

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