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Berner Wahlen – der PropagandacheckRote Stühle – rote Köpfe: Ist Bern «luxusmöbliert»?

Seit einigen Jahren werden in Bern Plätze möbliert und Quartierstrassen beruhigt. Welchen Preis hat die Aufwertung des öffentlichen Raums?

Wo alles begann: Gemeinderätin Ursula Wyss testet mit Mitarbeitenden im Mai 2016 erstmals die roten Stühle.
Wo alles begann: Gemeinderätin Ursula Wyss testet mit Mitarbeitenden im Mai 2016 erstmals die roten Stühle.
Foto: Beat Mathys

Alles begann an einem Tag im Mai vor vier Jahren auf dem Münsterplatz in Bern. Als sich die damalige Stadtpräsidiumskandidatin Ursula Wyss auf roten Stühlen niederliess, lag der Verdacht einer Wahlkampfaktion auf der Hand. Aber die SP-Politikerin verkündete nichts weniger als den Beginn einer «neuen Sitzkultur im öffentlichen Raum». Zwei Jahre später lancierte sie auf einer Verkehrsinsel im Monbijouquartier zwischen Blumenkisten und einem Töggelikasten das Projekt «Pop-up Bern». «Whats the city but the people?», zitiert Wyss im dazugehörigen Konzeptpapier den Klassiker William Shakespeare. Und «übersetzt» das Zitat in den Aufruf an die Bevölkerung, sich den öffentlichen Raum als «erweitertes Wohnzimmer» anzueignen.

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